Ein tödlicher Angriff auf einen ÖPNV-Mitarbeiter in Brüssel sorgte für Schlagzeilen. Belgien trauert. Jetzt schreckt eine Statistik aus Hamburg auf. Die Zahl der Übergriffe auf Hochbahn-Mitarbeiter stieg von 2010 auf 2011 dramatisch an.
97 Übergriffe wurden im vergangenen Jahr an einen Arzt oder die Berufsgenossenschaft gemeldet. 29 mehr als im Vorjahr, mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2008. Das geht aus einer Senatsantwort des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz hervor.
Bei der Hochbahn kann man sich den Anstieg bisher nicht erklären. „Wir sehen keinen Trend, haben aber ein Auge darauf, wie sich die Zahlen weiter entwickeln“, sagte Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold zu MOPO.DE.
In 60 bis 70 Prozent der Fälle hätten die Übergriffe zu Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen geführt. Es kam aber auch zu Schürf- oder Platzwunden, zu Schnittwunden, Knochenbrüchen oder Bisswunden. Überwiegend seien Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes betroffen gewesen.
CDU-Politiker Warnholz sagt: „Der Senat sieht den ÖPNV als Fortbewegungsmittel der Zukunft. Wenn die Hamburger vom Auto auf Bus oder Bahn umsteigen sollen, muss auch die Sicherheit der Bevölkerung, vor allem der Mitarbeiter, gewährleistet sein.“
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