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Superstar begeistert 8000 Fans: Lionel Richie sagte „Hello“ in der O2-World - Hamburg aus dem Häuschen

Große Geste, großer Auftritt: Lionel Richie, der Schnauzbart unter den Superstars, hatte seine Hamburger Fan-Gemeinde in der O2-World fest im Griff.
Große Geste, großer Auftritt: Lionel Richie, der Schnauzbart unter den Superstars, hatte seine Hamburger Fan-Gemeinde in der O2-World fest im Griff.
Foto: www.malzkornfoto.de

Licht aus, Spot an, jetzt geht’s los. Ach nee, doch nicht. Von Lionel Richie keine Spur, nur die Band ist zu sehen. „Hello“ wummert aus den Boxen. Zur Begrüßung ist das ja quasi unvermeidbar.
„Is it me you're looking for?“ als stampfende Elektro-Nummer. Und über 8200 Köpfen ploppt nach der ersten Begeisterung ein Fragezeichen auf. Macht der Schmuse-Sänger jetzt Disco-Techno-Party-Spaß? Natürlich nicht. Er erlaubt sich nur einen kleinen Scherz vor dem großen Auftritt.

Für Menschen wie Lionel Richie haben Radiosender schließlich den Begriff Mega-Hit erfunden. Zig Preise hat der heute 63-Jährige gewonnen und knapp 100 Millionen Platten verkauft. 22 seiner Songs waren an der Spitze der Charts. Seit mehr als 40 Jahren ist er der Schnauzbart unter den Superstars.

Und zwar einer, der weiß, was seine Fans hören wollen. Natürlich singt er sie am Montagabend in der O2-World alle: die Mega-Hits der 70er (wie die Commodores-Nummer „Easy“ oder „Three Times A Lady“), die Mega-Hits der 80er (wie „Dancing On The Ceiling“, in das er lässig ein bisschen „Jump“ von Van Halen mischt) und die ... ach!, richtig, die 90er waren Richies große Zeit ja nicht.

Das mag ihn heute grämen, die Fans - fast alle im mittleren Alter - aber freut es. Die jubeln und singen und kuscheln sich verträumt aneinander. Denn mit diesem Lionel Richie, der da vorne so lässig hüftschwingend über die Bühne tänzelt und lustige Geschichten erzählt, und seinen Liedern verbinden sie ein paar ihrer herzschmerzigsten Momente.
Er weiß das. „Wir sind zusammen durch so viele Höhen und Tiefen gegangen“, sagt er. Und gibt ihnen das Gefühl, heute Abend nur für sie zu singen. Einen Ohrwurm nach dem anderen. Jetzt stelle man sich nur mal vor, er hätte das mit dem Elektro-Stampf wirklich das ganze Konzert über durchgezogen ...

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