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Die Jacksons sind wieder auf Tour!: Das Comeback der Pop-Legenden

1970 - The Jackson Five: Michael (rote Jacke) sitzt in ihrer Mitte.
1970 - The Jackson Five: Michael (rote Jacke) sitzt in ihrer Mitte.
Foto: Imago

Sie sind zurück: Die Jackson-Brüder sind erstmals seit 1984 wieder auf Tournee! In Deutschland gastieren sie am 5. März in München. Statt The Jackson Five nennen sich Jackie, Tito, Marlon und Jermaine jetzt The Jacksons. Doch mit Hits wie „ABC“ wollen sie nicht zuletzt ihrem verstorbenen Bruder Michael huldigen. Wie sehr er fehlt? Die MOPO hat mit Jermaine Jackson (58) gesprochen.


MOPO: Die Konzerte stehen unter dem Motto „The Unity Tour“, aber es lässt sich nicht übersehen, dass einer fehlt.
Jermaine Jackson: Das macht die Sache so emotional für uns. Ich meine, wir wissen genau, wo Michael bei jedem Song stehen müsste, weil wir sie so oft mit ihm performt haben. Michaels Platz war auf der Bühne immer genau neben mir. Und manchmal ist es für mich so, als wäre er immer noch da.


Ende der 60er haben die Jackson Five Hysterie ausgelöst. Sie waren die ersten schwarzen Teenie-Idole, die auch von Weißen angehimmelt wurden.
Ach, es ist doch heute noch genauso aufregend! Wir zappeln immer noch wie verrückt über die Bühne und bringen das Publikum mehrerer Generationen zum Kreischen.


Ist das Tanzen nicht mittlerweile ganz schön anstrengend?
Nein, wir haben sehr hart dafür trainiert. Das wirklich Erschöpfende daran ist, immer die großen Taschen mit den vielen Klamotten zu packen und von Ort zu Ort zu reisen.


Wie werden Sie Michael bei den Konzerten repräsentieren?
Nun, die Show ist ein Tribut an ihn – da sind Bilder von ihm und auch einige seiner Solo-Hits, die wir performen. Wir trauern immer noch. Aber es hat auch etwas Heilendes, mit diesen Liedern auf die Bühne zu gehen.

Jermaine Jackson (58) sprach mit der MOPO über die aktuelle Tour.
Jermaine Jackson (58) sprach mit der MOPO über die aktuelle Tour.
Foto: dpa

Haben Sie mal überlegt, Michael als 3D-Hologramm in die Show zu integrieren?
Nein, das braucht es nicht. Michaels Spirit ist mächtiger als jedes Hologramm.


Hat es bei Ihnen eigentlich nie so was wie Eifersucht gegeben, als Michael zum King Of Pop wurde?
Nein, nie. Denn Michaels Karriere war nur deshalb so groß, weil er vorher bei den Jackson Five war. Wir waren alle Teil davon. Und was wir mit dieser Tour tun, ist exakt das, was er sich gewünscht hatte: Das musikalische Erbe der Jacksons weiterleben zu lassen.


Einige halten die Jackson-Brüder für habgierig.
Meiner Meinung nach sind die habgierigen Menschen die Nachlassverwalter von Michaels Vermögen! Die haben viel Mist über mich in Umlauf gebracht. Die Familie von Michael billigt nichts von alledem. Sachen wie die „Cirque du Soleil“-Show liegen nicht in unseren Händen.


Aber in der Presse ist oft zu lesen, dass sich die Jackson-Familie in zwei Lager gespalten habe. Sogar von einer Entführung Ihrer Mutter war die Rede.
Quatsch, das war doch nur wieder so eine aufgeblasene Mediengeschichte. Alles ist gut. Wir versuchen, als Familie gemeinsam nach vorne zu schauen. Aber wir sind sicherlich auch misstrauischer geworden, was Menschen von außen betrifft. Denn wir haben bei Michael gesehen, wie er den falschen Leuten vertraut hat.


Sein Arzt Dr. Conrad Murray wurde zu vier Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Können Sie ihm vergeben?
Er wusste genau, was er tat. In diesem Fall kann ich da nichts vergeben.


Was haben Sie in den vergangenen Jahren über das Leben gelernt?
Niemals etwas zu ernst zu nehmen und jeden Tag so zu leben, als wär’s der letzte.


Das Interview führte Katja Schwemmers

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