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Neuer Ferrari vorgestellt: "Rote Göttin" ist wieder ein Hingucker

Der neue Ferrari wurde in Maranello vorgestellt.
Der neue Ferrari wurde in Maranello vorgestellt.
Foto: dpa

Ferrarirot und jede Menge Power: Ferrari kennt mit seiner neuen und deutlich hübscheren "Roten Göttin" nur ein Ziel: Dreifach-Champion Sebastian Vettel das Formel-1-Leben zur Hölle zu machen.

Der F138 mit markantem schwarzem Lack im unteren Teil, soll Vizeweltmeister Fernando Alonso diesmal von Beginn an zum Siegkandidaten machen. „Jetzt müssen wir gewinnen“, forderte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bei der feierlichen Präsentation des neuen Formel-1-Autos am Freitag am Firmensitz in Maranello. Nichts anderes als beide WM-Titel will die Scuderia einfahren.

Richten soll das Fernando Alonso. Als der Weltmeister von 2005 und 2006 (Renault) die Bühne vor der geladenen Gästeschar verließ und in der ersten Reihe wieder Platz nahm, klatschte ihn Montezemolo ab.

„Ich denke, es gibt zwei oder drei Teams, die die Siege unter sich ausmachen werden, und ich hoffe, dass wir eines davon sein werden“, sagte Alonso. Entsprechend den Kampfansagen lugte unter der Ferrari-Kappe des 31-Jährigen, der in dieser Saison die 200er Grand-Prix-Marke knacken wird und bislang 30 seiner 196 Rennen gewann, auch ein neuer Kurzhaarschnitt durch.

An Alonsos Seite wird erneut Felipe Massa den zweiten Ferrari steuern dürfen, der Brasilianer erwies sich in der vergangenen Saison einmal mehr als pflegeleichter Helfer. Er geht bereits in seine achte Saison mit der Marke aus Maranello. „Ich bin sehr, sehr glücklich mit diesem Auto. Und ich hoffe, dass ich das richtige Gefühl habe und wir am Ende der WM zwei Titel mit nach Hause bringen.“

Mit diesem Wagen will Fernando Alonso Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel das Formel-1-Leben schwer machen.
Mit diesem Wagen will Fernando Alonso Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel das Formel-1-Leben schwer machen.
Foto: dpa

Für Alonso ist es das vierte Jahr bei dem Team, das wohl immer noch die größte Strahlkraft in der Königsklasse des Motorsports besitzt. Selbst wenn der letzte Fahrer-Titel Jahre zurückliegt: 2007 gewann der heutige Lotus-Pilot Kimi Räikkönen für die Scuderia den Titel.

Mit dem F138 - die 13 steht für das laufende Kalenderjahr und die 8 für die Anzahl der letztmals zugelassenen acht Zylinder - soll es besser werden. Es gebe nur ein Ziel, sagte Domenicali: die Geschichte von Ferrari fortzuschreiben.

Im Gegensatz zum Vorgänger trägt das 59. Formel-1-Modell von Ferrari, dessen Enthüllung mit dramatischer Musik unterlegt worden war, keine Höckernase mehr. Den Teams ist es erlaubt, den hässlichen Knick mit einer Blende abzudecken.

Für welche Variante sich Red Bulls Star-Designer Adrian Newey entschieden hat, wird Sonntag klar. Dann präsentieren Vettel und sein australischer Kollege Mark Webber den neuen RB9. Zwei Tage später bestreitet der Routinier aus Down Under im spanischen Jerez beim Testauftakt die Jungfernfahrt, Vettel steigt am Donnerstag und Freitag in den Wagen.

Alonso lässt die ersten vier Testtage indes ganz aus und trainiert weiter an seiner Fitness und Physis. „Ich bereite mich nun vor, um bei 100 Prozent von Australien (Saisonstart am 17. März) bis Brasilien (Finale am 24. November) zu sein.“ Denn auch er kennt nur ein Ziel.

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