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Großer Frust: Schlappe Pirelli? Schumis Gummi-Problem

Gummis mit Blasen? Schumi schaut skeptisch auf die Pirelli-Reifen.
Gummis mit Blasen? Schumi schaut skeptisch auf die Pirelli-Reifen.
Foto: imago

Michael Schumacher (43) im 19. Formel-1-Jahr. Seine Fans wähnten ihn nach zwei Quali-Siegen gegen Nico Rosberg im Aufwind. Doch vier Defekte bremsten seinen Sturm aufs erste Podium in nun 42 Rennen seit seinem Comeback.

Aber statt Mercedes um ein zuverlässiges Auto zu bitten, jammert Schumi über die Pirelli-Reifen – mit denen alle anderen 23 Piloten auch fahren müssen. Schumis Gummi-Problem! Mit Kimi Räikkönen (32) rast derweil der andere Rückkehrer von Platz elf auf zwei – schon im vierten Rennen. Und der „Iceman“ ist nicht gerade ein „Reifenflüsterer“, sondern ein finnisches „Renn-Tier“.

Man muss sich fragen: Kann es Schumi nur mit bestimmten Gummis? Zuerst seine Ansicht: „Sollten die Reifen nicht ein bisschen länger halten, damit wir normal fahren können und nicht herumcruisen, als hätten wir ein Safety-Car vor uns?“

Da hört er sich an wie ein Kind, dem man sein Spielzeug weggenommen hat. In Schumis Fall die haltbaren Bridgestone-Reifen, welche die Japaner ihm zu seinen Ferrari-Zeiten nach unzähligen Tests maßschneiderten. Doch Schumi wusste ja, was auf ihn zukommt.

„Es wäre das Leichteste auf der Welt gewesen, einen Reifen zu bauen, der das ganze Wochenende über hält. Wir hatten aber von den Teams und Bernie Ecclestone den Auftrag, Reifen zu bauen, die die Rennen spannender machen“, erklärt Pirelli-Chef Paul Hembery – und wundert sich: „Bei den Tests hat sich Michael noch positiv geäußert, dass die neuen Vorderreifen in den Kurven mehr Grip bieten.“

Schumi ist nicht glücklich mit seinen Gummis.
Schumi ist nicht glücklich mit seinen Gummis.
Foto: dpa

McLaren-Star Jenson Button widerspricht Schumi, obwohl der „Reifenflüsterer“ in Bahrain selbst unter wenig Haftung litt: „Die Reifen spielen keine zu große Rolle. Wir verstehen sie einfach nicht gut genug. 2011 haben die Reifen auch stark abgebaut, aber wir haben begriffen, wie und warum.“

Selbst Norbert Haug versteht Schumis Kritik nicht: „Die Reifen sind eine Challenge von vielen. Es ist für alle gleich, und das ist wichtig. Es gibt keine verkehrte Startaufstellung oder ähnliche künstliche Eingriffe.“

Der Mercedes-Sportchef entschuldigt: „Das ist auch ein gewisser Frust, wenn man denkt, man könnte schneller fahren, aber man immer haushalten muss. Das ist nicht unbedingt das Naturell des Rennfahrers.“

Da fragt man sich jedoch: Wenn Schumi gerne schneller fahren würde, warum fuhr er in Bahrain nur die 13.-beste Runde – über zwei Sekunden langsamer als Sebastian Vettel?

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