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Fan-Chaos!: Rallye Monte Carlo abgebrochen

Sebastian Loeb gewann in seinem Citroën die Rallye Monte Carlo vorzeitig.
Sebastian Loeb gewann in seinem Citroën die Rallye Monte Carlo vorzeitig.
Foto: dpa

Die Mechaniker schraubten noch eifrig, um die Wagen für die beiden letzten Wertungsprüfungen vorzubereiten.

Als der führende Sebastian Loeb (38) aus dem Service Park fuhr und gerade einen Weg durch die Massen am Hafen von Monaco fand, brandete unerwarteter Jubel aus seinem Service-Park. Die Rallye Monte Carlo wurde am Abend abgebrochen, Loeb gewann vorzeitig. Was für ein Ende!

Die legendäre „Monte“-Rallye versank im Zuschauerchaos. Grund des Abbruchs: Zu viel Verkehr rund um das Fürstentum. Die Zufahrtswege waren völlig verstopft. „Die Fahrer schaffen es nicht rechtzeitig bis zur Wertungsprüfung. Wir mussten abbrechen“, erklärte ein Offizieller.

Bittere Enttäuschung vor allem bei den Fans. Bereits am Vormittag machten sich Tausende auf den Weg zum legendären „Col de Turini“. Doch dies endete im Chaos.

Viele der sonnenverwöhnten Franzosen versuchten den 25 Kilometer langen Pass mit Sommerreifen zu bewältigen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse völlig unmöglich – bei glatten Straßen und Neuschnee blieben viele stecken. Stundenlang stampften sie dann zu Fuß hoch zur 1600 Meter hohen Überquerung.

Chaos am Berg: Mit Sommerreifen war für viele Franzosen die Fahrt unmöglich.
Chaos am Berg: Mit Sommerreifen war für viele Franzosen die Fahrt unmöglich.
Foto: Lempe

Am Abend die bittere Nachricht: All die Mühen des Aufstiegs waren größtenteils vergebens – die Fahrer traten nicht zu den beiden letzten Prüfungen an.

Trotz des Chaos hatten die Deutschen Grund zum Jubeln: Sebastian Oiger fuhr mit nur 1:39 Minuten Rückstand in der Premieren-Rallye im VW auf den zweiten Platz. Das Team feierte bis in die Morgenstunden den geglückten Auftakt. „Ich bin so glücklich. Es ist wie ein Sieg“, sagte Ogier, der vor Dani Sordo (Citroën) ins Ziel kam.

Ärgerlich: Der zweite VW-Pilot Jari Latvala schied am letzten Tag der Rallye nach nicht einmal einem Kilometer aus – sein Wagen brach auf einer Eisplatte aus und krachte in die Begrenzung.

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