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Doppelsieg verhindert: Schumi hat ’ne Schraube locker

Der Mercedes-Mechaniker am rechten Vorderrad zieht die Schraube nicht fest, Schumi fällt wenig später aus.
Der Mercedes-Mechaniker am rechten Vorderrad zieht die Schraube nicht fest, Schumi fällt wenig später aus.
 Foto: dapd

Schraube locker! Eine Rad-ab-Panne bei Michael Schumacher verhindert den möglichen Doppelsieg.

Die verflixte 13. Runde: Schumi ist Zweiter, hat zwar Rückstand auf Teamkollege Rosberg, aber noch Hoffnung auf sein erstes Podium seit dem 1. Oktober 2006 (Sieg hier in Schanghai). Da eiert sein rechtes Vorderrad und er muss das Auto abstellen.

Von einem Streckenposten wird er auf einem Motorroller ins Fahrerlager gebracht. Schumi: „Sobald ich in Kurve drei die rechte Seite belastet habe, war sofort klar, dass da ein Problem ist.“ Für ein Verlassen der Box mit einem unsicheren Auto muss Mercedes 5000 Euro Strafe zahlen.

Pechvogel Schumi. Da ist der Altmeister in zwei Qualifyings schneller als Rosberg und wird von äußeren Einflüssen gebremst: In Melbourne lag er vor Sebastian Vettel, als ihn ein Getriebeschaden stoppte.

Und in Malaysia rempelte ihn Romain Grosjean direkt am Start weg. Jetzt in Schanghai zaubert Rosberg in der Quali wieder eine Traum-Runde auf den Asphalt – und sahnt den Ruhm ab!

Der Mechaniker haut wütend mit der Hand auf den Boden.
Der Mechaniker haut wütend mit der Hand auf den Boden.
 Foto: RTL

Doch Schumi zeigt Größe. Es gibt keinen Vorwurf an den Mechaniker, der schon nach seinem Losfahren vor Ärger auf den Boden geschlagen hatte: „Ich werde ihn nachher mal kräftig drücken.“

Und er gönnt Rosberg den prestigeträchtigen ersten Mercedes-Sieg, den er am Monitor mit Surfergruß feiert: „Er hat an beiden Tagen einen großartigen Job gemacht, und ich freue mich für ihn.“

Selbstverständlich hätte er nur zu gerne selbst den ersten Silber-Sieg eingefahren. Das belegt seine Einschätzung: „Ich konnte Nicos Pace nicht ganz mitgehen, habe aber die Reifen zusammengehalten und das Rennen kontrolliert.“ In Bahrain will er Rosberg wieder schlagen und selbst aufs Podium: „Es schaut gut aus.“

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