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NAIAS 2013: Detroit protzt mit viel Luxus und Leistung

Die Hersteller setzen bei der Messe in Detroit auf Sportlichkeit und Luxus – zum Beispiel Bentley mit dem Continental GT Speed Cabrio.
Die Hersteller setzen bei der Messe in Detroit auf Sportlichkeit und Luxus – zum Beispiel Bentley mit dem Continental GT Speed Cabrio.
Foto: Autonews

Vernünftige Autos, Kleinwagen, Elektro- und Hybridfahrzeuge? Die sucht man in Detroit lange. Auf der Auto-Messe protzen die Hersteller und zeigen an Luxus und Leistung alles her, was sie haben.

Acht Zylinder, 6,2 Liter Hubraum und 450 PS – vernünftig ist ein Auto wie die neue Chevrolet Corvette nicht gerade. Doch sie sorgt bei den Messegästen für faszinierte Blicke. Noch Stunden nach der Enthüllung des Sportwagens auf der North American International Auto Show in Detroit (NAIAS, Publikumstage: 19. bis 27. Januar) ist das feuerrote Coupé von einer Menschentraube umlagert. Wirtschaftliche Autos spielen auf der ersten großen Automesse des Jahres nur eine Nebenrolle. Wer dort punkten will, versucht es mit Luxus und Leistung.

Audi, BMW und Mercedes

Audi rückt eine 560 PS starke RS-Version des A7 sowie den sportlichen Geländewagen SQ5 mit 354 PS ins Rampenlicht. BMW zeigt zum ersten Mal vor großem Publikum das 6er Gran Coupé in der M-Version mit 560 PS.

Audi zeigt mit dem 560 PS starken RS 7 Sportback das Top-Modell des A7.
Audi zeigt mit dem 560 PS starken RS 7 Sportback das Top-Modell des A7.
Foto: Autonews

Ebenfalls dabei: der neue 4er, der eigentlich ein Coupé-Ableger des neuen 3ers ist und im Sommer auf den Markt kommt. Und bei Porsche dreht sich alles um den Cayman sowie den 550 PS starken Cayenne Turbo S, die bereits Ende 2012 in Los Angeles ihr Debüt hatten.

Mercedes trumpft auf mit der E-Klasse, die nach einer umfangreichen Überarbeitung in die zweite Halbzeit startet: Neben Limousine, Kombi, Coupé und Cabrio steht in Detroit eine AMG-Version mit 585 PS als die „stärkste E-Klasse aller Zeiten“ im Rampenlicht. Bei den Großserienmodellen erwähnt Daimler-Chef Dieter Zetsche aber schon die genügsameren neuen Motoren. Außerdem nehme die E-Klasse zahlreiche Sicherheits- und Assistenzsysteme aus der kommenden S-Klasse vorweg.

CLA bei Empfang enthüllt

Mercedes präsentiert mit dem CLA eine kompakte Limousine auf A-Klasse-Basis.
Mercedes präsentiert mit dem CLA eine kompakte Limousine auf A-Klasse-Basis.
Foto: Autonews

Dass die Schwaben eine Nummer kleiner können, haben sie im Rahmenprogramm der Messe demonstriert. Bei einem Empfang enthüllten sie den neuen CLA – ein Auto mit coupéhaften Linien, das nach Angaben eines Sprechers im April als günstigste Mercedes-Limousine mit einem Grundpreis von 28.977 Euro in den Handel kommen soll. Doch so ganz ohne Luxus und Leistung geht es auch dabei nicht. Denn der CLA kostet 5000 Euro mehr als eine A-Klasse, und es wird ihn auch mit dem AMG-Kürzel geben. So getunt wird der CLA 350 PS leisten und wohl noch einmal doppelt so teuer werden.

VW zeigt großen, braven Hybrid

Zumindest was die Fahrzeugabmessungen betrifft, fährt Volkswagen in Detroit ein großes Kaliber auf: Die dort gezeigte Studie CrossBlue übertrifft sogar den Touareg mit 4,99 Metern Länge um ganze 20 Zentimeter. Ansonsten aber ist das Auto eher eine vergleichsweise brave Familienkutsche – zumindest in den Augen der Amerikaner.

VW testet, wie das Publikum auf die geräumige SUV-Studie CrossBlue mit Diesel-Hybridantrieb reagiert.
VW testet, wie das Publikum auf die geräumige SUV-Studie CrossBlue mit Diesel-Hybridantrieb reagiert.
Foto: Autonews

Denn für US-Verhältnisse ist der Geländewagen immer noch recht klein und verspricht zudem praktisch zu sein: Im Innenraum ist Platz für drei Sitzreihen und bis zu sieben Passagiere oder knapp 2000 Liter Gepäck, erläutert Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Als großer „People Mover“ könnte die Studie binnen zwei, drei Jahren in Serie gehen.

Was den CrossBlue besonders spannend macht, ist sein Antrieb. VW zeigt den Allradler als Plug-in-Hybriden. Ein 2,0 Liter großer Diesel und zwei E-Motoren kommen zusammen zwar auf 306 PS. Doch der Verbrauch liegt im Normzyklus bei nur 2,1 Litern (CO2-Ausstoß: 55 g/km). Aber wohlgemerkt: Beim CrossBlue handelt es sich um eine Studie und kein fertiges Serienfahrzeug.

Asiaten setzen auf Sport und Luxus

Honda zeigt die Weiterentwicklung der Studie, die zu einer Neu-Auflage des Sportwagens NSX führen soll.
Honda zeigt die Weiterentwicklung der Studie, die zu einer Neu-Auflage des Sportwagens NSX führen soll.
Foto: Autonews

Neben den deutschen Herstellern sorgen in Detroit die Asiaten für Aufsehen, die ebenfalls auf die Besserverdiener zielen. Für die gehobene Mittelschicht gibt es die neuen Luxuslimousinen Infiniti Q50 und Lexus IS, die beide im Herbst nach Europa kommen. Hyundai zeigt die Oberklasse-Studie HCD-14 als Ausblick auf den nächsten Genesis, und die noble Honda-Tochter Acura lockt mit der nächsten Evolutionsstufe der Sportwagenstudie NS-X.

Honda selbst ist mit einem seriennahen Entwurf für einen kompakten Geländewagen im Format des Civic angereist. Er soll binnen ein bis zwei Jahren mit Diesel-, Benzin- und Hybridantrieb in den Handel kommen.

Neue Corvette und viele Pick-ups

Nach dem Ende der Krise der US-Autobauer lassen sich die Amerikaner nicht die Show stehlen: Sie locken das Publikum mit Premieren, die ganz der amerikanischen Volksseele entsprechen – allen voran die neue Corvette.

Chevrolet zeigt zum 60. Geburtstag des ur-amerikanischen Sportwagens die neueste Corvette.
Chevrolet zeigt zum 60. Geburtstag des ur-amerikanischen Sportwagens die neueste Corvette.
Foto: dpa

Der pünktlich zum sechzigsten Geburtstag der Modellreihe vorgestellte Sportwagen wurde von Grund auf neu entwickelt. Das Design wirkt deutlich kantiger als beim Vorgänger. Unter der Haube arbeitet ein V8-Motor mit enormen 6,2 Litern Hubraum und 455 PS.

Neben der Corvette handelt es sich bei den „Neuheiten“ meist nur um überarbeitete Modelle wie den Jeep Compass und den Jeep Grand Cherokee oder eine Modellpflege für den Pritschenwagen Chevrolet Silverado. Doch in einem Land, in dem noch immer Pick-ups wie Limousinen verkauft werden und Geländewagen so präsent sind wie in Deutschland Kombis, reichen solche Maßnahmen für fette Schlagzeilen.

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