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Automatisches Parken: Dieses Auto sucht sich den Parkplatz selbst

Dieses Versuchsfahrzeug kann ohne Fahrer einen Parkplatz suchen, dorthin fahren und einparken.
Dieses Versuchsfahrzeug kann ohne Fahrer einen Parkplatz suchen, dorthin fahren und einparken.
 Foto: DLR

Das Auto sucht einen Parkplatz, fährt hin und parkt in die Lücke ein – ohne Fahrer. Mit Smartphone-Steuerung und vielen Sensoren übernimmt ein Forschungsfahrzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) das lästige Einparken.

Die Suche nach einem Parkplatz kann so einfach sein: Valet-Parking heißt das Zauberwort. Vor edlen Hotels übernimmt seit jeher ein Portier die Aufgabe. Verkehrsforscher des DLR haben nun gezeigt, dass auch hochentwickelte Sensorentechnik im Zusammenspiel mit dem Smartphone das Einparken übernehmen kann.

Auf einem von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellten Parkplatz am Braunschweiger Hauptbahnhof testet das DLR ein solches Szenario derzeit für den öffentlichen Straßenverkehr. Parken könnte dann in Zukunft so aussehen: Der Reisende fährt mit seinem Auto zum Hauptbahnhof, stellt es in der Nähe des Eingangs ab und geht zum Bahnsteig. Der Reisende muss sich um nichts mehr kümmern und kann seine Bahnreise starten.

Auto findet Parkplatz von selbst

Währenddessen fährt das Fahrzeug automatisch zu einem freien Stellplatz. Wie von Geisterhand findet das fahrerlose Auto einen freien Parkplatz und parkt zentimetergenau in die kleinste Lücke ein. Nach Rückkehr von der Reise ruft er sein Fahrzeug per Smartphone zum Eingang des Hauptbahnhofs und fährt los.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Autofahrer spart Zeit und Nerven, die Umwelt wird nicht durch eine lange Suche belastet und der Parkraum wird optimal genutzt. „Das zwei Stellplätze durch schiefes Einparken besetzt werden, gibt es nicht mehr“, versichert Prof. Karsten Lemmer, der das DLR-Projekt leitet.

Einparken freihändig: Ein Fahrer ist bei der Parkplatzsuche nicht mehr nötig.
Einparken freihändig: Ein Fahrer ist bei der Parkplatzsuche nicht mehr nötig.
 Foto: dpa

Noch ist das System zwar nicht auf dem Markt, aber Lemmer ist sich sicher, dass sich Autofahren in den nächsten zehn Jahren extrem verändern wird: „Die Entwicklung ist rasant“, stellt er fest. „Wenn ich vor zehn Jahren etwas vom automatischen Einparken gesagt habe, haben die Leute abgewunken“, erinnert er sich. Mit Fahrerassistenzsystemen wie ABS, ESP oder Einparkhilfen habe die Zukunft jetzt längst begonnen. All diese Systeme sind teilautomatisiert und müssen vom Fahrer ständig überwacht werden.

Automatische Fahrhilfen bald serienreif

Nicht ganz so zeitnah, aber dennoch in vorstellbaren Zeiträumen, werden laut Prof. Markus Maurer von der Technischen Universität (TU) Braunschweig auch die automatisierten Systeme, wie Valet-Parking, auf die Märkte kommen. Dabei geht es um weit mehr als technische Spielereien: Autofahren soll umweltfreundlicher, zeitsparender, komfortabler und vor allem sicherer werden.

„Automatisches Einparken wird eines der ersten marktreifen Systeme sein“, meint Maurer, der 2010 Leonie auf die Straße brachte. Leonie war das erste fahrerlose Auto, das zu Forschungszwecken auf öffentlichen Straßen fahren durfte. Für den gesamten Niedriggeschwindigkeitsbereich, also auch bei Stau- und Stopp-and-Go-Situationen, könne der Kunde jährlich mit Neuerungen rechnen. Schwieriger wird es laut Maurer überall dort, wo schnell gefahren wird.

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