Von „sehr anständig“ bis „extrem bösartig“ : Weinexperte Hendrik Thoma hat diesmal Weißweine aus dem Supermarkt getestet. Wie schon beim Test von Rotweinen vom Discounter war das Ergebnis mehr als durchwachsen. Aber was gibt es überhaupt für Weißweine und wie schmecken sie? Entscheidend dafür ist die Rebsorte. Hier die wichtigsten Weißweinsorten im Überblick.
Riesling: Die klassische deutsche Weißweintraube. Rieslinge können „furztrocken“ bis „edelsüß“ sein, haben aber immer relativ viel Säure. Die Traube ist extrem vielseitig. Rieslinge können zwischen sieben und 15 Prozent Alkohol haben, Pfirsich- und Aprikosenaromen sind vorherrschend. Vor allem an Rhein, Nahe und Mosel werden Spitzenrieslinge produziert, die zunehmend weltweit begehrt sind.
Nach fünfjähriger Vorbereitung bestand Hendrik Thoma 1999 in London die Prüfung zum „Master Sommelier“. Das haben außer ihm bisher nur zwei weitere Deutsche geschafft. Ab 1995 wurde er Chef-Sommelier im Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee. Was für Musiker das absolute Gehör ist, ist für Thoma die „absolute Nase“. Heute betreibt Thoma die Web-Wein-Show „TVino.de.“ Als Gäste konnte er schon Gérard Depardieu, H. P. Baxxter und andere Promis begrüßen. Thoma sagt: „Wein ist das sozialste und spannendste Getränk der Welt.“
Müller-Thurgau: Das ist eine Kreuzung aus Riesling und zwei relativ unbekannten Rebsorten. Das Ergebnis ist ein manchmal nichtssagender Allround-Wein, der dem reinsortigen Riesling nie das Wasser reichen kann.
Chardonnay: Das ist die beliebteste Weißweinsorte weltweit. Ihr Vorteil ist ein breites Geschmacksspektrum von tropischen Früchten über Himbeeren bis hin zu Tabak oder Tee. Chardonnay wird im Holzfass ausgebaut, hat relativ viel Alkohol und wirkt oft buttrig oder cremig.
Sauvignon blanc: Das ist ebenfalls ein Welt-Wein. Idealerweise dominieren hier Aromen von Stachelbeeren und Brennnessel, doch auch „Katzenpipi“ kann zu schnuppern sein. Sauvignon hat eine erfrischend fruchtige Säure. Tolle Rebsortenvertreter kommen aus Neuseeland.
Grauburgunder: Ein säurearmer Wein. Vor allem in Baden und der Pfalz werden Spitzen-Grauburgunder hergestellt. In Italien heißt der Wein Pinot Grigio.
Weißburgunder: Wird oft als „Spargelwein“ bezeichnet, weil er gut dazu passt. Er ist leichter als Grauburgunder, Aromen von Früchten und frischem Heu sind erkennbar.
Barmbek oder Blankenese, Eimsbüttel oder Eppendorf: Machen Sie den Test, welcher Hamburger Stadtteil am besten zu Ihnen passt!
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