Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 9.4.2012

Erdinger, Paulaner & Co.: So lecker schmeckt alkoholfreies Weizen-Bier

Von Erik Trümpler
Kritischer Blick aufs Weizen-Glas: Brauer Raphael Dreilich steht vor der „Gröninger Privatbrauerei Hamburg“ am Hafenrand.
Kritischer Blick aufs Weizen-Glas: Brauer Raphael Dreilich steht vor der „Gröninger Privatbrauerei Hamburg“ am Hafenrand.
Foto: Florian Quandt

Wenig Kalorien, viele Mineralstoffe – und fahren kann man danach auch noch. Alkoholfreies Weizen liegt im Trend. Nicht nur bei Sportlern, die nach dem Training gemütlich den halben Liter heben. Aber wie schmecken die alkoholfreien Durstlöscher? Raphael Dreilich (21), Brauer in der „Gröninger Privatbrauerei Hamburg“, testete sieben Sorten.

Ohne Frage: Bier ohne Prozente schmeckt anders. Das alkoholfreie Weizen ist wässriger als die Promille-Konkurrenz. Weniger bitter, weniger hopfig und weniger intensiv im Nachgeschmack. Die Stiftung Warentest erklärt, warum: „Alkoholfreies Weizen hat weniger Aromastoffe – egal, wie die Brauer es herstellen. Stoppen sie die Gärung, bevor Alkohol entsteht, bilden sich nur geringe Mengen. Oder sie gegen beim nachträglichen Entalkoholisieren verloren.“

Zielgruppe der Brauereien sind figurbewusste, sportliche Menschen. In erster Linie Frauen. „Isotonisch, vitaminhaltig, kalorienreduziert“ steht auf der „Erdinger“-Flasche, „natürlich, sympathisch, frisch“ auf der des „Zötler Bieres“.

Klingt verlockend – aber trotzdem sollten etwa Ausdauersportler nicht zu viel erwarten. Zwar können die Biere das im Körper verlorene Wasser rasch ersetzen. „Doch alle haben zu wenig Natrium und zu viel Kalium“, so „Stiftung Warentest“. Natrium regt die Wasseraufnahme an, Kalium dagegen setzen die Muskelzellen bei Anstrengung selbst frei. Eine Überdosis wirkt sich möglicherweise negativ auf die Leistungsfähigkeit aus.

Unstrittig dagegen das Plus für die Figur. Wer die alkoholfreie Variante wählt, spart rund 40 Prozent Kalorien gegenüber normalem Weizenbier. Die Werte sind laut „Stiftung Warentest“ vergleichbar mit dem einer Apfelschorle. Dazu kommt die Qualität als guter Durstlöscher.

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