Es gibt ihn, es gibt ihn nicht. Seit Jahren zanken Forscher darüber, ob das weibliche Lustzentrum G-Punkt existiert oder nicht.
Der vorerst letzte Höhepunkt im Kampf unter der Gürtellinie: (S)Experten vom englischen King’s College erklärten 2010 den G-Punkt zum Mythos. „Und ob es ihn gibt“, konterten damals die Franzosen. Engländer verstehen nichts von gutem Essen, wie sollen sie dann was von gutem Sex wissen, tönte es über den Ärmelkanal. Jetzt schalten sich die Amis in die Diskussion um erogene Zonen ein.
Eine Forschergruppe um Amichai Kilchevsky vom New-Haven-Krankenhaus, Connecticut, wertete 96 Forschungsartikel, die in den letzten 60 Jahren zum Thema G-Punkt veröffentlicht wurden, aus, suchte nach Beweisen für den nach dem deutschen Arzt Ernst Gräfenberg benannten Orgasmus-Punkt von der Größe einer Zwei-Euro-Münze. Irgendwo auf halbem Weg zwischen Schambein und Gebärmutterhals an der vorderen Vaginalwand soll er liegen. Das Fazit: „Wir können ohne Zweifel feststellen, dass eine anatomische Wesenheit, die G-Punkt genannt wird, nicht existiert“, so Amichai Kilchevsky.
In all den Jahren der Suche kein einziger Beweis für den G-Punkt. Aber heißt das wirklich, dass es ihn nicht gibt? „Aus meiner Erfahrung gibt es sehr wohl vaginale und klitorale Orgasmen“, kontert die Münchner Sexualtherapeutin Beatrice Wagner. „Aus dieser Tatsache leite ich einen G-Punkt ab, wie auch immer er aussieht.“ Anstatt sich von anderen sagen zu lassen, wo sich erogene Zonen befänden oder nicht, gehe man am besten mit dem Partner auf die Suche, so Wagner zu unsere Zeitung. Für alle, die ihren G-Punkt längst gefunden haben: Weiter genießen!
Alle Leute reden permanent über Sex, nur nicht über ihren eigenen! Erst wenn die Sex-Flaute angesprochen wird, kommt Licht ins Dunkel. Sprechen Sie ehrlich aus, dass Sie Ihr Sexualleben für eingerostet halten, aber ohne dem Partner Vorwürfe zu machen. Versuchen Sie herauszufinden, ob ihr Partner auch etwas vermisst.
Alltag und Routine sind die größten Lustkiller. Im vollen Terminkalender ringen Job, Freizeit und Familie Tag für Tag von Neuem um die Wette. Überraschen Sie Ihren Partner mit Sex an anderen Orten, zu anderen
Uhrzeiten, in neuen Stellungen. Das Wichtigste: Nehmen Sie sich Zeit füreinander, leben Sie nicht aneinander vorbei!
Hören Sie auf den Tipp von erfahrenen Sexualtherapeuten: Verabreden Sie sich zum Sex! Das klingt zwar schrecklich unromantisch, soll aber helfen, neben Alltag, Job, Familie, Haushalt auch bewusst Zeit für Sex einzuplanen. Verabreden Sie einen festen Sex-Termin in der Woche – ganz genau so, wie Sie sich zum Sport verabreden.
Wer sich ständig zu dick, zu schlaff, zu alt und zu hässlich findet, hat natürlich auch keine Lust mehr, seinen Körper dem Partner zu präsentieren. Nur wer sich selber mag, kann Sexualität so richtig genießen. Erster Schritt zu einem besseren Verhältnis zu Ihrem Körper: Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind. Wäre Sex nur Menschen mit makellosem Aussehen vorbehalten, dann würde kaum jemand in diesen Genuss kommen. Selbstbewusstsein, innere Zufriedenheit und eine positive Ausstrahlung sind viel erotischer als eine schöne Fassade. Also lieben Sie Ihren Körper. Verstecken Sie ihn nicht vor Ihrem Partner. Genießen Sie!
Küssen, Händchen halten, schmusen, kuscheln, knutschen, fummeln: es gibt unzählige Möglichkeiten außer Sex, um dem Partner Liebe, Lust und Leidenschaft zu vermitteln. Wann haben Sie das letzte Mal so richtig intensiv geknutscht? Dabei bewirken Küsse ebenso wie zärtliche Berührungen wahre Wunder. Sie sorgen dafür,
dass das Nervensystem entspannt und Schmerzen blockiert werden. So erscheinen Stress und Sorgen kleiner – und die Lust steigt. Übrigens: Auch der Liebesakt selbst ist ein klasse Stresskiller.
Wenn die erste Verliebtheitsphase vorbei ist, passiert Sex nicht mehr einfach so. Deshalb: Auch wenn die Jogginghose bequem ist, rüschen Sie sich öfter für Ihren Partner auf. Empfangen Sie Ihn etwa nach einem harten Arbeitstag im Kleinen Schwarzen - und nicht im ausgeleierten Gelben auf der Couch. Dazu ein Essen bei Kerzenschein, Musik, einem Schlückchen Prosecco – und einfach ein wenig Zeit füreinander. Sie werden sehen: die Lust kommt in solchen Situationen von ganz alleine. Computer und Handy? Haben Hausverbot!
Sie haben eine Menge ausprobiert, aber weder Sex nach Plan, noch Reden oder Knutschen bringen die Lust zurück? Sie haben das Gefühl, dass Sie sich zum Sex zwingen müssen? Und wenn es dann einmal dazu kommt, empfinden Sie keine Lust? Dann sollten Sie sich nicht scheuen, Profis zurate zu ziehen. Lustlosigkeit kann auch von einer körperlichen Erkrankung herrühren. Manchmal ist sie auch Folge einer allgemeinen Tristesse oder gar Depression. In diesen Fällen hilft nur der Besuch beim Arzt oder Paartherapeuten.
„Wir reden über alles, nur nicht über das, was uns wirklich im Innersten betrifft.“
So lernen Sie, über Sex, was stört, was Sie sich wünschen, zu sprechen: Jeder redet 10 Minuten, was auf der Seele liegt, ohne sich zu unterbrechen. Wählen Sie einen neutralen Ort, etwa den Küchentisch. Dann nehmen Sie sich anschließend in den Arm, intim wie zwei Liebende: Schenkel an Schenkel, Becken an Becken, Bauch an Bauch, Kopf an Kopf. Dann gewinnen Sie Vertrauen, dass die Liebe immer noch vorhanden ist - egal worüber sie sprechen.
Menschen sollten einander nicht zu viel von früheren Erlebnissen erzählen. Auf jeden Fall keine Einzelheiten aus dem Bett.
Nur ein schwacher Mann regt sich auf, wenn er auf seine Schwächen angesprochen wird, wenn er z.B. zu früh, sie nicht zum Höhepunkt kommt. Gegen den vorzeitigen Samenerguss hilft, außer Ablenkung, bei der Selbstbefriedigung immer kurz vor Schluss eine Pause einzulegen - das übt die Kontrolle.
„Wir vögelten, und sie sagt: Ich bin gespannt, was es morgen zu essen gibt....“ Sie sind mitten im leidenschaftlichsten Sex, und plötzlich kommt ihnen ihre Steuererklärung in den Sinn? Ärgern sie sich nicht darüber, so etwas passiert jedem gelegentlich. Diese Abschweifung ist aber vermutlich ein Zeichen, dass das, was sie gerade machen, zu mechanisch verläuft. Nehmen Sie bewusst den Duft des Partners wahr, atmen Sie tiefer. Das intensiviert die körperlichen Empfindungen.
Wir sind der Meinung, dass in einer guten Beziehung die Wahrheit gesagt werden muss. Allerdings muss nicht jeder Flirt, jedes Prickeln erzählt werden, sondern nur das, was beziehungsgefährdend ist. Denn zu viel Wahrheit kann den anderen überfordern und unnötigerweise verletzen. Wenn Sie etwas gestehen, dann versuchen Sie, sich diplomatisch zu äußern. Sie müssen nicht jedes Detail erwähnen.
Das beste Rezept für eine gute Partnerschaft kann man in wenigen Worten ausdrücken: Bleibt immer ein bisschen unverheiratet. Nicht klammern. Die Beziehung nicht als selbstverständlich betrachten. Immer noch umeinander werben. Und: Geben Sie dem anderen die Freiheit, selbstständig und allein Freundschaften von früher pflegen zu können.
Wer nach dem Sexualakt so schnell wie möglich Abstand sucht und unter die Dusche springt, begeht wahrlich eine Todsünde. Denn so jemand sieht den Sex als etwas Schmutziges. Das wahre Seelenheil aber finden wir nicht im Reinwaschen, sondern in der Hingabe und in der Nähe - und dabei geht es nicht immer ganz hygienisch zu. Bei ungefähr einem Drittel aller Frauen kommt es zur weiblichen Ejakulation. Das ist ein Flüssigkeitserguss von Drüsen, die sich neben der Harnröhre befinden.
Niemand ist zu alt für die Liebe, niemand ist zu alt, um sich zu verlieben. Das ist meine Überzeugung, das ist auch meine Erfahrung. Sich nicht mehr so zu pflegen, wenig Wert auf die äußere Erscheinung zu legen, ist eigentlich respektlos und arrogant gegenüber einem tatsächlichen oder potenziellen Partner.
Wer seinem Partner auf Schritt und Tritt nachspioniert, dessen Terminkalender misstrauisch beäugt und ihn wegen jedes Lächelns, das er für einen anderen Menschen übrig hat, der Untreue bezichtigt, begeht die Todsünde der besitzergreifenden Eifersucht. Da die Untaten in vollem Bewusstsein begangen werden, darf keine Vergebung erwartet werden. Die Einstellung „Ein bisschen Eifersucht darf doch sein“ ist falsch. Auf dieser Basis können sich missgünstige Gefühle hochschaukeln. Für mich gibt es genauso wenig ein bisschen Eifersucht wie es ein bisschen Schwangerschaft gibt.
Wenn ihre Beziehung bereits einen Grauschleier hat, sollten Sie schleunigst etwas dagegen tun. Stellen Sie Ihren Partner aber nicht einfach vor vollendete Tatsachen. Neues Dessousteil, neue Stellung - unverfänglich. Nicht so Sexclubs, Orgien, Auspeitschungen oder eine neue, vulgäre Sprache.