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Lust & Liebe: So hält Sex Sie gesund

Ab in die Betten: Sex ist gesund, und stärkt das Immunsystem. Bei Männern erhöht regelmäßige sexuelle Aktivität sogar die Lebenserwartung.
Ab in die Betten: Sex ist gesund, und stärkt das Immunsystem. Bei Männern erhöht regelmäßige sexuelle Aktivität sogar die Lebenserwartung.
Foto: picture-alliance, dpa

Die Deutschen sind sexuell gesehen nur mittelmäßig aktiv. Schade: Denn Sex hat viele positive Effekte – für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Prof. Dr. Frank Sommer von der Abteilung Sexualforschung und Männergesundheit am Universitätsklinikum Eppendorf erklärt, was die schönste Nebensache der Welt alles bewirkt.

Sex-Häufigkeit:
„Heute haben die Deutschen im Alter von 18 bis 30 Jahren etwa vier- bis zehnmal im Monat Sex“, weiß Dr. Sommer. Das macht ein- bis zweimal pro Woche – ein dramatischer Rückgang im Vergleich zur Zeit vor 30 Jahren. Damals trieben es die Deutschen fast viermal so oft, rund vier- bis fünfmal pro Woche.

Eine Studie des Kondomherstellers „Durex“ vergleicht die Lüsternheit mehrerer Nationen. Deutsche werden rund 117 Mal im Jahr intim (siehe Grafik). Griechenland ist mit 164 Sexkontakten pro Jahr der Spitzenreiter. Dr. Sommer hält zwei bis dreimal wöchentlich für empfehlenswert.

Dabei geht es nicht nur um Sex an sich, man spricht von der sogenannten sexuellen Aktivität: „Dazu gehören auch Selbstbefriedigung, Oralverkehr oder Petting“, erklärt er. Also: Singles können auch für mehr Zufriedenheit sorgen, indem sie selbst aktiv werden.

Sex macht glücklich:
„Durch den Orgasmus werden im Kopf Glückshormone ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir uns wohlfühlen“, erklärt Dr. Sommer. Laut der „Durex Global Sex Studie“ haben 86 Prozent der extrem zufriedenen Männer beziehungsweise 81 Prozent der extrem zufriedenen Frauen mindestens einmal pro Woche Sex. Deutlich unzufriedener sind die sexuell Unaktiven.

Sex gegen Stress:
Nicht faul auf die Couch legen: Ab in die Betten. „Sexuelle Aktivität hilft gegen Stress, man wird entspannter“, so Dr. Sommer. Außerdem ist man resistenter gegen negative Einflüsse – sei es körperlicher Schmerz oder auch eine verbale Attacke.

Sex hält gesund:
„Sex ist ein kleines Herz-Kreislauf-Training“, sagt Dr. Sommer. Studien haben gezeigt, dass Männer, die mit 70 Jahren zwei bis dreimal wöchentlich sexuell aktiv sind, doppelt so hohe Testosteronwerte haben, wie sexuell Unaktive.

„Die Lebenserwartung sexuell aktiver Männer ist höher“, weiß Dr. Sommer. Außerdem könne häufiges Ejakulieren das Risiko der Prostata-Tumorrate senken.“ Die positive Auswirkung auf die Lebenserwartung der Frau ist noch nicht erforscht.

Sex macht fit:
Ob Sex oder Selbstbefriedigung: Wer sexuell aktiv ist, ist im Alltag weniger abgeschlagen, antrieblos und müde. Hingegen negativ für Sex-Muffel: Ein Verlust von Muskulatur und die Zunahme von Bauchfett. „Das Sexualhormon Testosteron baut primär Bauchfett ab“, erklärt Dr. Sommer. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt, denn es werden mehr Abwehrzellen produziert und stimuliert.

Gleich geht s weiter: Bitte einfach kurz die Frage zum Spot beantworten.

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