Sie locken mit Tankgutscheinen, Reisen zum Nulltarif oder schwatzen am Telefon die Teilnahme an Gewinnspielen auf. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, mit welch perfiden Maschen Bürger im vergangenen Jahr reingelegt wurden, und gibt Tipps, wie man sich vor Abzockern schützt.
Gewonnen? Von wegen!
Telefonische Mitteilungen über angebliche Gewinne nervten das ganze Jahr. Zu den Highlights zählt die „Gewinnermittlungszentrale Istanbul“: Die wollte einen Mercedes für 42.000 € erst ausliefern, nachdem eine Summe von 620 € auf ein Konto in der Türkei überwiesen worden war.
Tipp: Sie werden über einen Gewinn benachrichtigt? „Sobald Sie zu einer Zahlung aufgefordert oder Bankdaten abgefragt werden, ist das ein Hinweis auf Unseriösität. Auflegen“, rät Barbara Wagner von der Verbraucherzentrale.
Teure Kaffeefahrt
Manche Veranstalter von Kaffeefahrten köderten mit einer Reise zum Nulltarif, für die dann eine Gebühr von mehreren Hundert Euro fällig wurde.
Tipp: „Werden Kautionen, Bearbeitungsentgelte oder Saisonzuschläge verlangt, ist Vorsicht geboten“, so die Expertin. „Im schlimmsten Fall wird die Reise nie stattfinden.“
Abgezockt im Internet
Angeblich war ein Apple-Produkt zu gewinnen, tatsächlich war es eine Falle, um jeden Monat via Telefonrechnung 4,99 € abkassieren zu können.
Tipp: Lassen Sie die Finger von Online-Quiz, bei denen der Zugangscode per Handy abgefragt werden soll. Damit gehen Sie eventuell einen Vertrag ein.
Inkasso-Drohung
„Wir sind beauftragt, ... gegen Sie durchzusetzen“ oder gar „Strafanzeige wegen Betrug“ lasen Verbraucher, die von unseriösen Inkassofirmen angeschrieben wurden.
Tipp: „Weisen Sie die Forderung schriftlich zurück und verlangen Sie einen Nachweis, wie der Vertrag zustande gekommen sein soll. Oft kommt dieser Brief zurück, da der Absender nicht existiert.“