Wissenschaftlich bewiesen

Frauen kosten Männer 1 Jahr ihres Lebens

Von BERND PETERS
Auf Wimperntusche, Kajal und Make-up können die meisten deutschen Frauen in ihrem Bad nicht verzichten.
Auf Wimperntusche, Kajal und Make-up können die meisten deutschen Frauen in ihrem Bad nicht verzichten.
Foto: dpa

Man(n) kennt das ja. Eben noch hieß es: „Wir müssen los!“ Man(n) soll bereit stehen, am besten mit Autoschlüssel in der Hand.

Doch schon schallt der Ruf aus dem Bad: „Bin gleich fertig, Schatz!“ Man(n) weiß dann: Es kann sich nur noch um Stunden handeln. Was jeder kennt, ist jetzt statistisch belegt. Britische Forscher fanden heraus: Männer warten ein ganzes Jahr (!) ihrer ohnehin kürzeren Lebenszeit auf Frauen.

Das Buch „Warten auf Frauen“ erscheint am Montag
Das Buch „Warten auf Frauen“ erscheint am Montag

Woher kommt das? „Man könnte sagen: Frauen können nicht anders“, erklärt Soziologe Dr. Matthias Feise von der Uni Bochum. „Einfach formuliert: Sie sammeln, während Männer jagen. Frauen sind dem psychischen Programm, schöne Dinge zu horten, Kontakte zu knüpfen oder sich attraktiv zu machen, fast zwangsweise ausgeliefert...“

Egal ob Gattinnen, Mütter oder Töchter - in Fußgängerzonen, vor Badezimmertüren und Umkleidekabinen mutiert die männliche Lebenszeit zur Langeweile. „Den meisten Männern ist diese Tatsache nicht einmal bewusst – sie haben sich damit abgefunden“, sagt der Hamburger Autor Moritz Petz. „Ich wollte diesem Phänomen auf den Grund gehen.“

Wofür sonst noch Lebenszeit draufgeht

Schlafend:

Ein Drittel seines Lebens verschläft der Mensch. Und sieben Jahre lang liegt er wach und wartet auf den Sandmann...

Seine Frau Claudia und seine Tochter Simone waren dabei „eine aufschlussreiche wie nervende Hilfe“, so Petz. Heraus kam das Buch „Warten auf Frauen“ (Schwarzkopf-Verlag, 9,95 Euro, erscheint Montag).

Beispiel gefällig? „Ein gnadenloser Prüfstein jeder Beziehung ist der gemeinsame Einkauf.“ Sammeln und Jagen eben. Petz: „Das erklärt so einiges. Jäger würden nur an die Stellen im Supermarkt gehen, wo sich ihre Beute aufhält. Erlegen wir etwas Frischwurst! In fünf Minuten wäre der Einkauf erledigt. Aber Beeren sammelt man nicht in fünf Minuten...“

Außerdem „eine der furchtbarsten Waffen einer Frau“: mitternächtliche Diskussionen. „Amnesty International verweist nicht umsonst darauf, dass Schlafentzug eine Foltermethode ist“, so Petz. Warten, dass er endlich einschlafen darf: „Ich weiß nicht, was ich schon alles in tiefer Nacht zugegeben oder versprochen habe. Ich bin zu müde, um mich zu erinnern...“

Was tun gegen die Warterei? „Man kann diese Zeiten praktisch nutzen“, so Petz. „Ich spreche wahllos andere wartende Männer an, um etwa mit Schachspielen die Zeit zu überbrücken...“

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Datum:  27.7.2011
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