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Experten sicher: Elektrogeräte: Garantiert nach zwei Jahren kaputt

Haushaltsgeräte, Computer und Fernseher landen auf den Müllhalden. Ist ihr „Ableben“ von den Herstellern programmiert? Umweltschützer sagen: Ja!
Haushaltsgeräte, Computer und Fernseher landen auf den Müllhalden. Ist ihr „Ableben“ von den Herstellern programmiert? Umweltschützer sagen: Ja!
Foto: ddp

Kaum ist die Garantie abgelaufen, geben Computer, Waschmaschine oder Mixer den Geist auf. Alles nur ein böser Zufall? Böse, ja!

Aber eine böse Strategie der Hersteller, berichten die Autoren der Zeitschrift „Öko-Test“.

Unternehmen wollen schließlich verkaufen – idealerweise kurz nach Ablauf der Garantie. Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: geplante Obsoleszenz. „Öko-Test“ nennt mehrere Beispiele – darunter das Kultobjekt iPhone.

Nach etwa 500 Ladezyklen ist der Akku hinüber, also nach rund zwei Jahren – so lange wie der Vertrag zum Handy läuft, so die Zeitschrift. Weil der Akku aber fest eingebaut ist, läuft mit dessen Ableben auch die Zeit des gesamten iPhone ab. Ein Fall für die Mülltonne, obwohl außer dem Akku noch alle Teile okay sind.

Geht eine Fuji-Kamera nach Ablauf der Garantie kaputt, kann man sie zum Reparieren einschicken. Die Reparatur kostet aber 150 Euro, egal was kaputt ist, und ist die Reparatur auch noch so simpel. Generell erschweren Unternehmen Reparaturen. Die Teile werden immer kleiner oder sind hinter nicht zu öffnenden Plastikabdeckungen versteckt. Was bleibt? Neukauf!

Beim Handmixer greifen Plastikzahnräder und Bauteile aus Metall ineinander. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Erstere die Zähne verlieren“, kritisieren die Konsumentenschützer. Der Einwand, die Verwendung minderwertiger Werkstoffe habe ihren Ursprung in der Geiz-Mentalität vieler Kunden, finden die Tester fadenscheinig: „Hochwertige Komponenten kosten nur wenige Cents mehr, damit würde sich fast jedes elektronische Produkt höchstens um einen Euro verteuern, aber fünf bis zehn Jahre länger halten.“

Betriebswirt Stefan Schridde kämpft auf seiner Webseite www.murks-nein-danke.de gegen eine solche Geschäftspolitik, nennt als Beispiel Fernseher. Es würden minderwertige Elektrolytkondensatoren mit einer Haltbarkeit von fünf Jahren eingebaut. „Ein Kondensator, der fünf bis zehn Jahre länger hält, würde weniger als einen Cent mehr kosten“, sagt Schridde.

Bis zu 30 von ihnen sind in einem Fernseher verbaut. Eine Reparatur wegen durchgebrannter Elektrolytkondensatoren kostet über 100 Euro. Das vorgegebene „Sterbedatum“ von Geräten ist nicht nur ärgerlich für den Kunden, der nach kurzer Zeit erneut in die Tasche greifen muss. In Zeiten knapper Rohstoffe ist dies fatal.

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