ARD-„Markencheck“

Via Facebook: Lidl meldet sich zu Wort

Der Discounter LIDL hat am Mittwoch zum ARD-Markencheck Stellung bezogen.
Der Discounter LIDL hat am Mittwoch zum ARD-"Markencheck" Stellung bezogen.
Foto: dpa

Dass der Einkauf bei Rewe oder Edeka nicht viel teurer ist, als der Gang zum Billig-Discounter Lidl, hat am Montag der ARD-„Markencheck“ gezeigt. Neben dem vermeintlichen Preisvorteil und Qualität wurden beim „Lidl-Check“ aber auch die Arbeitsbedingungen hierzulande und die Textilproduktion in Bangladesch geprüft.

Fazit: Diese Checkpunkte fielen im Urteil der ARD-Sendung durch! Doch jetzt meldet sich Lidl zu Wort...

Lidl bezieht Stellung

Der Vorwurf: Immer noch müssen Lidl-Mitarbeiter unbezahlt Überstunden leisten. Auf seiner Facebook-Seite hat das Unternehmen am Mittwoch Stellung zu der Kritik bezogen. „Lidl setzt als einziges Unternehmen im Discount-Lebensmitteleinzelhandel eine elektronische Personalzeiterfassung (PZE) ein, um die Arbeitszeiten der Mitarbeiter/-innen minutengenau zu erfassen. Wir haben Regeln aufgestellt, die den Prozess der Zeiterfassung von der Erfassung über die Korrektur bis zur Vergütung für Mitarbeiter/-innen und Vorgesetzte transparent macht, hieß es in der offiziellen Firmen-Mitteilung.

Langfristige Verbesserungen

Doch auch die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferfirmen in der Dritten Welt wurden in dem TV-Beitrag angeprangert: So erzählte eine Näherin aus Bangladesh, dass sie 30 Euro im Monat bekommt. Dafür arbeitet sie sechs Tage die Woche bis zu 16 Stunden. Hier verteidigt sich Lidl, bezeichnet die Verbesserungen der dortigen Arbeitsbedingungen als ein „langfristiger Prozess und eine Herausforderung für alle Unternehmen der Handelsbranche“. Zudem organisiere Lidl ein Trainingsprojekt für Produzenten in Bangladesch und China mit dem Ziel der Qualifizierung von Zulieferbetrieben hinsichtlich ihrer Sozialstandards, hieß es am Mittwoch weiter.

In der ARD-Reihe „Markencheck“ (Montags, 20.15 Uhr) werden populäre Unternehmen wie Lidl, McDonald's oder H&M auf den Prüfstand gestellt. Unter die Lupe genommen werden nicht nur die Produkte, sondern auch die Firmenpolitik.

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Datum:  11.1.2012
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