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Japan

Amt für Strahlenschutz

Radioaktive Partikel erreichen heute Mitteleuropa!

Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln aus Japan sollen am Mittwoch Mitteleuropa erreichen.

Allerdings werde die Aktivität „sehr, sehr niedrig“ sein, sagte der Leiter der Messstation des Bundesamtes für Strahlenschutz Schauinsland bei Freiburg, Erich Wirth, dem Sender MDR INFO.

Die Experten hätten in den vergangenen Tagen die Verbreitung der Radioaktivität erst in Kalifornien und dann in Island verfolgen können. „Und von da ist es nicht mehr weit bis Mitteleuropa.“

Wirth sagte, man erwarte Werte im Bereich von Hunderttausendstel Bequerel pro Kubikmeter Luft. „Die Belastung steigt praktisch nicht.“ Die Radioaktivität sei nur mit sehr aufwändigen Methoden nachzuweisen.

Das Amtsschild der Frühwarnstation für Radioaktivität des Bundesamtes für Strahlenschutz. Mittwoch sollen radioaktive Partikel aus Japan Mitteleuropa erreichen.
Das Amtsschild der Frühwarnstation für Radioaktivität des Bundesamtes für Strahlenschutz. Mittwoch sollen radioaktive Partikel aus Japan Mitteleuropa erreichen.
Foto: dpa

Bisher sind nach Wirths Angaben die Werte in Deutschland noch nicht angestiegen. Auch langfristig werde Wirth zufolge angesichts der immensen Entfernungen die Belastung sehr niedrig bleiben.

Bund und Länder verstärken Vorsichtsmaßnahmen bei Lebensmittelkontrolle

Bund und Länder haben ihre Vorsichtsmaßnahmen bei der Lebensmittelkontrolle verstärkt. Vor allem bei Fisch und Fischerzeugnissen solle die Strahlenbelastung überprüft werden, teilte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch mit.

Die Bundesländer hätten die nötigen Maßnahmen eingeleitet, der Bund sammle alle Messergebnisse. „Die deutschen Behörden bleiben sehr wachsam, vor allem was mögliche Importe aus der Krisenregion betrifft“, sagte Aigner. Das Ministerium sprach von umfangreichen Vorkehrungen, um zu verhindern, dass radioaktiv verseuchte Lebensmittel nach Deutschland kommen.

Aigner sieht derzeit keine Gefahren für Verbraucher. Fachleute untersuchen im Auftrag des Ministeriums derzeit die Radioaktivität von Fischen und Fischprodukten. Sie schließen eine Gefährdung der deutschen Verbraucher durch kontaminierten Fisch derzeit aus.

Die EU-Kommission hatte den Mitgliedsländern verstärkte Kontrollen von Lebens- und Futtermitteln empfohlen. Der Umfang der Importe aus Japan war im vergangenen Jahr ohnehin sehr gering. Der Handel mit dem Land ist nach Ministeriumsangaben wegen des Erdbebens nun praktisch zum Erliegen gekommen.

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Datum:  23.3.2011
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