Schön ist anders. Aber schön allein bringt auch keine Punkte. Der HSV hat sich mit einem 2:0 (1:0) gegen Nürnberg aus dem Keller gewürgt: Platz elf! Endlich ein bisschen Luft im Abstiegskampf.
Thorsten Fink atmete tief durch. „Das war kein sehr gutes Spiel von uns, aber ein ordentliches“, lautete das milde Urteil des Erfolgstrainers. Seit sieben Pflichtspielen ist er im Amt, kein einziges hat er verloren. Um diese Serie aber gehe es nicht, sagte er: „Wenn wir als Klub erfolgreich spielen, verliere ich meinetwegen auch mal ein Spiel.“
Am Sonntag drohte genau das. Nürnberg besaß in einem schwachen Spiel die besseren Chancen. Didavi (17./20.) und Pekhart (23.) hatten die Führung auf Fuß und Kopf, scheiterten aber, weil Drobny seinen fast schon zur Gewohnheit gewordenen Sahne-Tag erwischt hatte, den er diesmal gar mit seinem ersten Scorerpunkt der Saison garnierte. Über knapp 80 Meter drosch er den Ball auf Guerrero, der diesen mustergültig zum 1:0 verwertete. Es war über weite Strecken die einzige Szene, die die Herzen der HSV-Fans unter den 45473 Zuschauern erwärmte.
Als im Anschluss aber Pekhart erst auf die Latte köpfte (37.), dann am Pfosten scheiterte (58.), wurde klar: Dieser Sonntag sollte doch ein Feiertag für den HSV werden. „Dieses Glück haben wir uns über die Saison hinweg erarbeitet“, erklärte Marcell Jansen, dass der Fußballgott am zweiten Advent Gerechtigkeit walten ließ. Doch nicht nur höhere Mächte hatten ihren Anteil am Dreier, auch Jansen selbst.
Nach feiner Kombination über den Sekunden zuvor eingewechselten Ilicevic und Töre vollendete „Cello“ zum 2:0. Nürnbergs Widerstand war gebrochen, Platz elf erreicht, Fink glücklich: „Das ist doch ein schöner Platz“, sagte er, um nur wenige Atemzüge später anzufügen, dass er damit letztlich nicht zufrieden ist. „Stillstand ist Rückschritt“, sagte er. „Wir wollen die drei Spiele noch gewinnen, um gepflegt in die Weihnachtspause starten zu können.“
In Mainz, gegen Augsburg und im Pokal gegen Stuttgart will der HSV, will Fink nachlegen. „Es ist auch eine Qualität, dass man Spiele gewinnt, wenn man nicht gut spielt“, erklärte der an der Schulter verletzte Abwehrmann Jeffrey Bruma. Kollege und Kapitän Heiko Westermann aber gab zu bedenken, sich nun bloß „nicht auszuruhen, denn das haben wir schon während des Spiels zu viel getan“.
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
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