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Was soll das denn?: Kreuzer gibt den HSV schon auf!

Bedient bis zum Anschlag: HSV-Sportchef Oliver Kreuzer hat nach dem 1:3 in Augsburg den Glauben an seine Profis verloren.
Bedient bis zum Anschlag: HSV-Sportchef Oliver Kreuzer hat nach dem 1:3 in Augsburg den Glauben an seine Profis verloren.
Foto: Fishing4

Die Hoffnung stirbt zuletzt, so sagt man es zumindest. Insofern ist das Ende für den HSV unausweichlich – denn dort glaubt selbst der Sportchef nicht mit vollem Herzen an die Rettung. Was soll jetzt noch Hoffnung machen?

Es war der wohl letzte noch fehlende Tropfen, der das Fass nun zum Überlaufen brachte. 1:3 in Augsburg. Wieder eine Pleite in einem Schicksalsspiel, erneut ein desaströser Auftritt des HSV. Vor den abschließenden Spielen gegen die Bayern und in Mainz spricht kaum etwas für den Klassenerhalt. Sportchef Oliver Kreuzer bekennt: „Man muss berechtige Zweifel an einem positiven Ausgang haben. Wenn man die Leistung sieht, fällt es schwer, mit 100-prozentigem Glauben dahinterzustehen.“

Ganz harte, bittere Worte des Sportchefs, der schon fast aufgegeben hat – weil die Profis wieder und wieder gezeigt haben, dass alle Hoffnung vergebens ist. „Ich warte seit Wochen auf eine Reaktion“, erklärte Kreuzer. „Aber die Mannschaft hat es jetzt auf die Spitze getrieben. Jetzt haben wir das, was wir nicht haben wollten: Einen Spieltag, an dem sich alles drehen kann.“

So sieht’s aus! Denn während der HSV daheim die übermächtigen Bayern empfängt, haben die Konkurrenten Nürnberg (gegen Hannover) und Braunschweig (gegen Augsburg) leichtere Heimspiele vor der Brust, könnten den HSV gar auf Rang 18 schießen! Kreuzer ist realistisch: „Wir müssen mehr denn je auf die Unterstützung anderer hoffen. Allein werden wir es wohl nicht mehr schaffen.“

Allerdings sei die Frage gestattet: Wie sollen die Profis noch an die Sicherung von Platz 16 und der damit verbundenen Relegation glauben, wenn das nicht mal mehr ihr eigener Sportchef vorlebt? Kreuzer sendet damit ein fatales Signal aus.

Vielleicht will der 48-Jährige seine Spieler bei der Ehre packen, nachdem er sich Dutzende Male darin versuchte, sie stark zu reden. Zudem hat er nichts mehr zu verlieren – denn im Sommer, nach der möglichen Strukturreform, ist er seinen Job wohl ohnehin los. Vor allem aber spricht die blanke Wut über seine Profis aus ihm. „Auch vor dem Augsburg-Spiel haben wir alles für die Mannschaft getan, damit sie topvorbereitet ist – und dann liefert sie so eine Leistung ab. Das ist durch nichts zu erklären“, stellt er klar.

Kreuzer gibt seine Versager auf. Na klar, ein wenig hofft er noch, „und wir werden auch weiter versuchen, dass es noch irgendwie klappt“. Gegen die Bayern müsse man dann eben mal hinten dicht halten und 0:0 spielen. Eintracht Braunschweig hat das zuletzt 75 Minuten geschafft. Das geht auch 90 Minuten lang.“

Allein der Glaube daran fehlt. Auch ihm selbst.

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