Wie oft darf Michael Oenning noch verlieren? Zumindest für Sportchef Frank Arnesen stellt sich diese Frage nicht. Auch wenn die Bilanz mit nur einem Punkt aus fünf Spielen nicht gerade für den Trainer spricht, sieht der Däne noch keinen Grund zum Handeln. Entscheidend sei die Leistung und nicht das Ergebnis.
„Wir müssen nicht gewinnen“, sagt Arnesen vor dem Heimspiel gegen Gladbach am Sonnabend (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE). Eine überraschende Aussage. Denn nichts brauchen der HSV und sein Trainer derzeit mehr als ein Erfolgserlebnis.
Von einer besonderen Anspannung will der Sportchef trotzdem nichts wissen. „Ich bin nicht nervöser als vor anderen Spielen. Ich bin gespannt und bleibe positiv. Für mich ist es wichtig, dass ich eine Mannschaft sehe, die Leidenschaft zeigt und 100 Prozent auf dem Platz gibt.“ Bei den letzten beiden Pleiten gegen Köln und in Bremen war für Arnesen diese Tendenz erkennbar – allerdings ohne Erfolgserlebnis.
Ordentlich spielen und trotzdem verlieren – sieht so der neue HSV aus? Nein, lautet die Antwort von Oenning, der zwar ähnlich gelassen wie Arnesen wirkt, für das Gladbach-Spiel aber einen klaren Auftrag an seine Spieler hat. „Ich will nicht 18. in der Tabelle bleiben“, so der 45-Jährige.
Oenning will endlich dem ersten Saisonsieg feiern. „Jeder lechzt nach diesem Erfolg und ich bin überzeugt, dass wir diesmal auch gewinnen werden“, sagt der Trainer, der einen engagierten Auftritt seiner Spieler erwartet und gleichzeitig großen Respekt vor dem Gegner hat. „Die Gladbacher haben in den vergangenen Monaten gezeigt, wie viel man in kurzer Zeit erreichen kann. Das kann für uns ein Vorbild sein. Im Spiel gegen sie ist es entscheidend, dass wir erst mal hinten nichts zulassen. Das Toreschießen kriegen wir dann schon hin. Es kann ein Geduldsspiel werden.“
An eine mögliche Niederlage verschwendet Oenning keine Gedanken. Positiv bleiben und Zusammenhalten sind die Schlagworte, die man in diesen Wochen beim HSV am häufigsten hört. Ob das am Wochenende immer noch so sein wird, liegt nun an der Mannschaft. Alles andere als ein Sieg wäre eine Katastrophe, auch wenn Arnesen davon noch nichts wissen will. Stuttgart und Schalke heißen nach Gladbach die nächsten Gegner...
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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