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Unberechenbarer HSV: Jubel oder Tränen in Nürnberg?

So sehen Sieger aus! Torschütze Heung Min Son (l.) lässt sich herzen, David Jarolim, Michael Mancienne (r.) und Ivo Ilicevic (o.) eilen hinzu.
So sehen Sieger aus! Torschütze Heung Min Son (l.) lässt sich herzen, David Jarolim, Michael Mancienne (r.) und Ivo Ilicevic (o.) eilen hinzu.
Foto: WITTERS

Da war es wieder, das andere, das Gute-Laune-Gesicht des HSV. Mit dem 1:0 gegen Hannover setzte der Klub einen Meilenstein Richtung Klassenerhalt. Macht er den Sack nun schnell zu? Oder schickt er seine Fans schon am Sonnabend zurück in die Hölle?

Thorsten Fink kennt seine Pappenheimer. Gratulanten kamen ihm deshalb gerade recht, der Trainer wusste es besser. Ja, er war zufrieden. Sicher, seine Profis überzeugten gegen Hannover. Und ganz bestimmt, der Klassenerhalt ist nah. Doch das große Aber schwebt für Fink über allem: „Die Mannschaft hat gezeigt, wie es geht. Aber sie muss es im nächsten Spiel wieder bestätigen. Da bin ich natürlich auch schon wieder sehr gespannt drauf.“

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Eine süffisante Darstellung der Lage, nachdem der Himmel-und-Hölle-HSV erneut zugeschlagen hatte. Die Wellentäler sind mittlerweile irrwitziger Natur: Jüngst vier Pleiten am Stück, dann Erfolgsmomente in Kaiserslautern (1:0) und gegen Leverkusen (1:1). Es folgte das Desaster in Hoffenheim (0:4), nun die beeindruckende Widerauferstehung gegen Hannover. Mit Herz, Leidenschaft und jeder Menge Power und Willen. Aber bleibt’s auch dabei?

„Das war nur ein kleiner Schritt, wir haben noch überhaupt nichts erreicht“, erklärte David Jarolim noch während des Schlussjubels. „Es muss jetzt gnadenlos so weiter gehen“, befand auch Marcell Jansen. Die Profis scheinen Blut geleckt und endlich kapiert zu haben. Aber kann man diesem Frieden trauen?

Fink nimmt sein Team in Schutz. „Würden wir immer so auftreten wie diesmal, wären wir oben dabei“, so der Trainer. „Aber das können wir nun mal nicht. Wir haben eine junge Mannschaft, da sind Schwankungen normal.“

Der HSV bleibt also eine Wundertüte. Doch was ist am Sonnabend drin? Setzen die Profis entschlossen nach, könnten sie schon in Nürnberg den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Geht’s im Frankenland schief, wird’s wohl wieder richtig eng im Tabellenkeller. Es warten 90 Minuten, in denen die Mannschaft zeigen kann, was wirklich in ihr steckt. Nicht nur Thorsten Fink ist gespannt wie Bolle.

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