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Tolle Aufholjagd in Leverkusen

2:2! HSV feiert moralischen Sieg

Von Simon Braasch und Florian Rebien
Marcell Jansen wird nach seinem Treffer zum 2:2 gefeiert.
Marcell Jansen wird nach seinem Treffer zum 2:2 gefeiert.
Foto: dapd

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Der dritte Auftritt des HSV unter Thorsten Fink in der Bundesliga und das dritte Remis – aber dieses 2:2 (1:2) in Leverkusen war so wichtig! Nach einem Katastrophenstart zeigte der HSV, was in ihm steckt. Ein moralischer Sieg!

Zuhause in Hamburg feierte Uwe Seeler seinen 75. Geburtstag. Fink gratulierte aus der Ferne und hatte nur Gutes im Sinn: „Wir würden ihm gern ein Geschenk machen.“ In Form von Punkten. Und der Trainer war sich seiner Sache sicher. Sollte der HSV die ersten Minuten mal schadlos überstehen, „dann werden wir auch gewinnen“, tönte Fink. Der Haken an der Sache: Seine Profis haben längst ein Abo auf Fehlstarts gebucht.

Das frühe Gegentor gegen Wolfsburg, zuletzt die Rote Karte für Rajkovic gegen Lautern – und nun lief wieder alles schief. Schürrles 22-Meter-Freistoß fälschte Diekmeier so unglücklich mit dem Kopf ab, dass Drobny chancenlos blieb. 0:1 nach fünf Minuten, wieder ein zügiger Rückschlag – nicht zu fassen.

Und das war noch nicht genug des Schlechten. Schürrles abgefälschter Schuss segelte noch vorbei (14.), sechs Minuten später aber rappelte es erneut: Diesmal flankte Leverkusens Angreifer, Bender setzte sich in der Mitte rustikal gegen Aogo durch und bugsierte die Kugel ins Netz (20.). Schon das Ende aller sportlichen Glückwünsche für Seeler?

Nein! Denn der HSV offenbarte vor 30.210 Fans, dass er sich unter Fink auch durch Rückschläge nicht mehr so ohne weiteres aus der Bahn werfen lässt. Klasse, wie sich Hamburg zurückmeldete. Jansen scheiterte freistehend an Leno (24.), der nächste Versuch aber saß: Aogos Flanke fand Westermanns Kopf – 1:2, der Anschluss (34.).

Und plötzlich spielte nur noch der HSV. Töre hätte ausgleichen können (40)., Jansen tat es – dachten alle. Doch Schiri Kircher sah ein Foul von Guerrero (41.). Darüber ließ sich streiten.

Egal, Tor-Skorpion „Cello“ war erwacht – und stach nach dem Wechsel abermals zu. Töres überragende Vorarbeit krönte Jansen mit einem satten linken Strahl ins rechte Eck (57.). Der verdiente Ausgleich und doch noch Jubel bei „Uns Uwe“. Der sagte nämlich vorher schon: „Mit einem Punkt in Leverkusen wäre ich zufrieden.“

So kam es – auch, weil dem HSV bei Derdiyoks (65.) und Schürrles (74.) Schussversuchen das Glück zur Seite stand. Ein Punkt also. Wieder mal. „Aber wir haben erneut gezeigt, wozu wir fähig sind, wenn wir das umsetzen, was der Trainer von uns sehen will“, resümierte Jansen. Diesmal ab der 20. Minute. Demnächst vielleicht mal etwas eher. Dann klappt’s auch bald mit ’nem Sieg.

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Datum:  5.11.2011
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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Borussia Dortmund 80:25 81
2 Bayern München 77:22 73
3 FC Schalke 04 74:44 64
4 B. Mönchengladbach 49:24 60
5 Bayer Leverkusen 52:44 54
6 VfB Stuttgart 63:46 53
7 Hannover 96 41:45 48
8 VfL Wolfsburg 47:60 44
9 Werder Bremen 49:58 42
10 1. FC Nürnberg 38:49 42
11 1899 Hoffenheim 41:47 41
12 SC Freiburg 45:61 40
13 1. FSV Mainz 05 47:51 39
14 FC Augsburg 36:49 38
15 Hamburger SV 35:57 36
16 Hertha BSC Berlin 38:64 31
17 1. FC Köln 39:75 30
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