Kein Saisonspiel ist teurer – ligaweit! 94 Euro kostet das teuerste Ticket für den Auftritt der Bayern beim HSV, das sorgt für Magenschmerzen bei den Anhängern. Carl Jarchow aber hat gute Nachrichten für alle Fans.
Der Klubboss verfolgt die Diskussionen mit Argusaugen. Jarchow ist alarmiert. In Zeiten, in denen der HSV seinen Umbruch vorantreibt, wird jeder Fan gebraucht. Und obwohl für den 56-Jährigen die finanziellen Interessen seines Vereins Vorrang haben müssen, stellt er sich auf die Seite der Anhänger – und verspricht in Sachen Ticketpreise: „Ich denke, dass wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben. Wenn jemand mit seinen zwei Kindern zum Fußball gehen will, ist das ja kaum noch bezahlbar.“
Eine klare Ansage. Denn wenngleich die Preise beim HSV ansonsten fair sind, wird für das Bayern-Spiel ein doppelter Top-Zuschlag erhoben. „94 Euro als teuerste Saisonkarte ist natürlich sehr teuer, das weiß ich auch“, erklärt Jarchow. Ein gefährlicher Ritt an der Grenze des Zumutbaren, wie der Klubboss feststellt: „Ich sehe auch keinen Spielraum mehr nach oben.“
Nach der Saison wird sich der Vorstand um Jarchow mit der Abteilungsleitung der Supporters über die Preisstruktur für die kommende Saison unterhalten. Möglich, dass es das 94-Euro-Ticket dann nicht mehr geben wird. Jarchow zur MOPO: „Wir werden sehen, ob wir diesen Preis reduzieren und dann an anderen Stellen Preise anpassen. Wir haben übrigens auch schon im Vorjahr die Preise nicht erhöht.“
Somit könnte die Vereinsführung zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate dem sanften Druck der Fans nachgeben. Schon Ende des Jahres, nach einem Gespräch mit der Initiative „Keinen Zwani für nen Steher“, wurde der Preis fürs günstigste Bayern-Ticket reduziert, „von damals 21 auf 19 Euro“, so Jarchow.
Wie aber werden die Anhänger am kommenden Sonnabend reagieren? Gibt es Aktionen, die die Stimmung beeinflussen könnten? Nein! Nach einem Fan-Austausch am Dienstagabend (die MOPO berichtete) sind lediglich mahnende Transparente geplant – anders als noch gegen Dortmund, als von der 46. bis 55. Minute geschwiegen wurde. „Ich bin mir sicher, dass die Unterstützung der Mannschaft im Vordergrund stehen wird“, glaubt Jarchow. Ansonsten käme es den Profis teuer zu stehen.
Hamburger SV: 94 Euro
1. FC Nürnberg: 85 Euro
Borussia Dortmund: 80,40 Euro
VfB Stuttgart: 80 Euro
Bayern München: 70 Euro
Hertha BSC: 69 Euro
1. FC Köln: 65 Euro
Borussia Mönchengladbach: 60,50 Euro
FC Schalke 04: 60 Euro
Werder Bremen: 55 Euro
1899 Hoffenheim: 51 Euro
VfL Wolfsburg: 50 Euro
1. FC Kaiserslautern: 49 Euro
Hannover 96: 48 Euro
SC Freiburg: 46 Euro
(Verein erhebt kein Top-Spiel-Zuschlag)
FC Augsburg: 43 Euro
Bayer Leverkusen: 43 Euro
(Verein erhebt kein Top-Spiel-Zuschlag)
1. FSV Mainz 05: 42 Euro
(Verein erhebt kein Top-Spiel-Zuschlag)
SC Freiburg*: 11 Euro
1. FSV Mainz 05*: 12,50 Euro
Hannover 96: 13 Euro
1. FC Kaiserslautern: 14 Euro
Bayer Leverkusen*: 14,50 Euro
Bayern München: 15 Euro
FC Augsburg: 15 Euro
1. FC Köln: 16 Euro
Hertha BSC: 16 Euro
Werder Bremen: 16 Euro
1899 Hoffenheim: 17 Euro
Borussia Dortmund: 17,90 Euro
Borussia Mönchengladbach: 18 Euro
Hamburger SV: 19 Euro
VfB Stuttgart: 19,50 Euro
VfB Stuttgart: 19,50 Euro
VfL Wolfsburg: 20 Euro
1. FC Nürnberg: 23 Euro
Borussia Dortmund: 67 Euro
Bayern München: 60 Euro
1. FC Köln: 59 Euro
VfB Stuttgart: 52 Euro
FC Schalke 04: 50 Euro
Hamburger SV: 48 Euro
SC Freiburg: 46 Euro
SC Freiburg: 46 Euro
Hannover 96: 44 Euro
1. FC Kaiserslautern: 44 Euro
VfL Wolfsburg: 44 Euro
Bayer Leverkusen: 43 Euro
1. FSV Mainz 05: 42 Euro
1899 Hoffenheim: 41 Euro
Borussia Mönchengladbach: 40,50 Euro
Werder Bremen: 40 Euro
Hertha BSC: 40 Euro
Borussia Dortmund: 67 Euro
Hertha BSC: 10 Euro
Freiburg: 11 Euro
Werder Bremen: 11 Euro
1. FC Kaiserslautern: 12 Euro
1899 Hoffenheim: 12 Euro
Hamburg: 12 Euro
1. FSV Mainz 05: 12,50 Euro
FC Augsburg: 13 Euro
1. FC Nürnberg: 13 Euro
VFB Stuttgart: 13 Euro
Hannover 96: 13 Euro
Borussia Mönchengladbach: 13 Euro
Borussia Dortmund: 14,30 Euro
Bayer Leverkusen: 14,50 Euro
VfL Wolfsburg: 15 Euro
FC Schalke 04: 15 Euro
Bayern München: 15 Euro
1. FC Köln: 16 Euro
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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