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Sylvie bringt kein Glück: 0:2 gegen Frankfurt! HSV verpasst Sprung auf Platz 5

HSV-Pleite gegen Frankfurt: Frust bei Artjoms Rudnevs, Heung Min Son und Rafael van der Vaart (v.l.)
HSV-Pleite gegen Frankfurt: Frust bei Artjoms Rudnevs, Heung Min Son und Rafael van der Vaart (v.l.)
Foto: WITTERS

Was für eine gewaltige Chance! Und dann dieser Reinfall. Statt mit einem Sieg auf Rang fünf der Bundesliga vor zu rutschen, kassierte der HSV eine 0:2 (0:2)-Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt. Tiefe Tristesse statt euphorischer Euro-Stimmung im Volkspark.

Überraschender Besuch im Stadion: Sylvie van der Vaart (r.) schaut gemeinsam mit ihrer Busenfreundin Sabia Boulahrouz auf der Tribüne vorbei.
Überraschender Besuch im Stadion: Sylvie van der Vaart (r.) schaut gemeinsam mit ihrer Busenfreundin Sabia Boulahrouz auf der Tribüne vorbei.
Foto: WITTERS

Der Tiefschlag saß. Lange Gesichter nach dem Abpfiff bei den Profis und dem Großteil der 52.523 Fans. Bauschmerzen nach einem Abend, an dem nicht mal Sylvie van der Vaart Glück brachte. Erstmals seit ihrer Trennung von HSV-Star Rafael van der Vaart nahm sie in der gemeinsamen Loge Platz – und wanderte mit Flappe nach Hause.

Dabei deutete wirklich alles auf einen großen Fußballabend hin. Die Resultate der Konkurrenz hatten vorm Spiel schnell die Runde gemacht, überall im Stadion wurde getuschelt: Ein Sieg – und der HSV wäre Fünfter! Erstmals seit Oktober 2010. Doch es gehört seit Jahren zur Tradition des Bundesliga-Dinos, dass er im entscheidenden Moment dann eben zögert, statt durchzustarten.

Frankfurts Srdjan Lakic (r.) köpft das Tor zum 0:2.
Frankfurts Srdjan Lakic (r.) köpft das Tor zum 0:2.
Foto: dpa

Die Fans trauten ihren Augen nicht – denn der Gast war Herr im Hause, zeigte dem HSV wie es geht. „Die Eintracht war bissiger, wir haben zu wenig investiert“, monierte Kapitän Heiko Westermann. Ein erschütterndes Fazit, das durch Zahlen belegt wurde. Frankfurts Last-Minute-Einkauf Lakic entschied die Partie per Doppelpack, traf zunächst nach Aigners Hereingabe per Abstauber (22.), anschließend nach der Flanke seines Kollegen per Kopf (36.). 0:2 – schon die Entscheidung zugunsten der in der Spielanlage weitaus reifer wirkenden Frankfurter. „Diese Partie haben wir in der ersten Hälfte verloren“, schimpfte Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier zu Recht.

Erst nach dem Wechsel zeigte der HSV, was in ihm steckt – mit dem nicht unerheblichen Mangel, dass er das Tor nicht traf. Son (51./57./63.), van der Vaart (72./81.), der eingewechselte Berg (86./90.) und Jansen (90.) scheiterten entweder knapp oder am starken Eintracht-Keeper Trapp. „In der zweiten Hälfte sind wir ganz anders aufgetreten“, so Westermann. Doch die Frage des Abends lautete: Warum erst dann?

Vergeben die große Chance, sich auf die Europa-League-Ränge vorzuschieben. Wieder mal patzte der HSV, wenn es darum ging, den großen Schritt zu setzen. „Jeder hat die Ergebnisse der Konkurrenten mitbekommen“, bilanzierte Westermann enttäuscht. „Aber wir haben es in der vergangenen Woche vermieden, über Europa zu sprechen. Wenn man dieses Spiel sieht, weiß man auch warum – denn wir haben es wieder mal schlecht gemacht.“

Europa und der HSV – irgendwie scheint das auch in diesem Jahr nicht zusammen passen zu wollen.

Die Stimmen zum Spiel:

Marcell Jansen: „Jetzt sieht es wieder für alle so aus, dass wir nicht in der Lage sind, den großen Schritt zu machen. Fakt ist, dass wir nicht konstant genug sind. Dieses Spiel ist ein richtiger Bremser. Wir müssen uns ernsthaft fragen, warum wir bei unserer Qualität immer wieder so große Brüche im Spiel haben.“

René Adler: „Wir haben in der sehr, sehr schlechten ersten Hälfte jeglichen Elan vermissen lassen. Das ist für mich unverständlich – gerade mit dem Schwung nach dem Derbysieg und bei diesen Aussichten, Fünfter zu werden. Wenn du so eine Chance bekommst, musst du sie auch mit aller Macht ergreifen.“

HSV-Coach Thorsten Fink: „Die erste Halbzeit war schlecht, in der zweiten waren wir dann wesentlich besser. Am Ende aber hat es nicht gereicht – weil Frankfurt, abgeklärter, reifer und besser war als wir.“

Heung Min Son: „Wir haben nicht alles gegeben, das ist sehr enttäuschend. Nur wir allein sind schuld daran, dass wir dieses Spiel verloren haben.“

Eintracht-Trainer Armin Veh: „Dass ein Stürmer, den wir gerade erst geholt haben, beide Tore zum Sieg erzielt, ist eine geile Geschichte. Aber ich empfinde überhaupt keine Schadenfreude gegenüber dem HSV. Ich habe keinen Greul gegen den Verein, habe gern hier gearbeitet. Hamburg ist eine schöne Stadt, der HSV hat geile Fans – hier lässt sich etwas aufbauen.“

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