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Seine Frau Kate hat das Sagen: HSV-Sportchef Arnesen: „Zu Hause bin ich nicht der Chef“

Seit mehr als 36 Jahren sind Kate und Frank Arnesen ein Paar.
Seit mehr als 36 Jahren sind Kate und Frank Arnesen ein Paar.
 Foto: Witters

Diesen Mann bringt nichts aus der Ruhe. 6,4 Millionen Euro will HSV-Sportchef Frank Arnesen in diesem Winter durch Transfers einsparen. Das Handy hat er in Abu Dhabi ständig dabei. Erfolgserlebnisse gibt es bislang nicht, der Druck steigt täglich. Doch beim Dänen ist nichts davon zu spüren.


„Ich bin seit 19 Jahren im Geschäft. In dieser Zeit habe ich viel Erfahrung gesammelt. Da lernt man dann auch, mit solchen Situationen umzugehen. Wenn es heute nicht klappt, dann eben morgen“, erzählt der 56-Jährige im Gespräch mit der MOPO.


Im Sommer 2011 kam Arnesen zum HSV. Zuvor hatte er bereits als Sportchef in London (Chelsea und Tottenham) sowie Eindhoven gearbeitet. „Natürlich gab es dabei auch für mich mal stressige Zeiten. Aber ich bin ein Mensch, der eine gute Atmosphäre und viel Harmonie braucht. Du musst in diesem Job ein Leader sein. Alles fängt bei dir an. Im Stress triffst du oft die falschen Entscheidungen.“

Frank Arnesen im HSV-Trainingslager in Abu Dhabi.
Frank Arnesen im HSV-Trainingslager in Abu Dhabi.
 Foto: WITTERS


Arnesen versucht zu jeder Zeit, positiv zu sein. Einen großen Anteil daran hat seine Familie. Er hat vier Kinder, „jede Menge“ Enkelkinder und ist seit über 36 Jahren mit seiner Frau Kate zusammen. Seine Liebsten sind für den HSV-Sportchef die Kraftquelle. „Die Familie spielt bei mir eine sehr große Rolle. Sie gibt mir Energie. Weihnachten haben wir uns alle in Eindhoven getroffen. Das sind Momente, die ich unglaubliche genieße“, erzählt er.


Der Fußball rückt für Arnesen in diesen Augenblicken in den Hintergrund. Das gilt auch, wenn er in Hamburg alleine mit seiner Frau ist. „Zu Hause bin ich nicht der Chef. Sie kümmert sich um alles. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Stuhl gekauft. Nur vom Fußball hat sie keine Ahnung. Sie weiß nicht, was Abseits ist. Als ich noch in Amsterdam gespielt habe und wir uns schon drei Jahre kannten, habe ich sie mal gefragt, wie viele Spieler eigentlich pro Mannschaft auf dem Platz stehen. Ihre Antwort war: zwölf.“


Arnesen nimmt es mit Humor. Als „großes Glück“ bezeichnet er seine Frau: „Manchmal sprechen wir darüber, wie schön es wäre, wenn wir noch mehr Zeit füreinander hätten.“ Aufhören möchte der Däne aber lange nicht. „Ich habe Spaß. Mein Vertrag beim HSV läuft bis 2014. Erst im nächsten Jahr will ich wissen, wie es weitergeht. Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war, hatte ich bislang keine. Auch wenn die Kritik zum Teil sehr aggressiv war. Ich bin überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es braucht eben ein bisschen Zeit.“

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