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Sala-Gala gegen die Bayern

Ein Italiener verzaubert den HSV

Von Frederik Ahrens, Simon Braasch und Florian Rebien
Arme raus, Mund auf - und los! So bejubelt HSV-Italiener Jacopo Sala sein Tor gegen die Bayern.
Arme raus, Mund auf - und los! So bejubelt HSV-Italiener Jacopo Sala sein Tor gegen die Bayern.
Foto: WITTERS

Was für ein Auftritt! Dieser Junge hat das Zeug zum neuen Publikumsliebling. Mit seinem Treffer gegen Bayern schoss sich Jacopo Sala am Sonnabend endgültig in die Herzen der HSV-Fans. Sim-Sala-Bumm! Ein Italiener verzaubert den HSV.


Exakt 401 Minuten musste man beim HSV auf diesen Moment warten. Genau so lange war den Hamburgern gegen Bayern kein Tor mehr gelungen. Für die Erlösung sorgte nun ein 20-Jähriger, der erst das dritte Mal in der Bundesliga auf dem Platz stand. „Das ist einfach unglaublich“, jubelte Sportchef Frank Arnesen.

Sala selbst war nach seinem Volleytor zum zwischenzeitlichen 1:0 (23.) überhaupt nicht mehr zu bremsen. „Mein Torjubel war wie eine Explosion. Ich habe den ganzen Ärger über die letzten Monate und meine Verletzungen herausgeschrien. Ein toller Moment. Das werde ich nie vergessen. Jetzt bin ich sehr glücklich.“


Mit einem Muskelbündelriss hatte Sala die komplette Hinrunde verpasst. „Davor hatte er schon zwei Muskelverletzungen bei Chelsea“, so Arnesen, der den Italiener im Alter von 15 Jahren in Bergamo entdeckt hatte und nun im Sommer aus London nach Hamburg holte. Sechs Monate später lernt man den U21-Nationalspieler an der Elbe so richtig kennen.

Gegen Dortmund schnupperte Sala zum Rückrundenstart erste Bundesligaluft, in Berlin feierte er sein Startelf-Debüt, gegen Bayern folgte nun die Tor-Premiere. Ein Raketen-Aufstieg mit seinem ersten Profi-Tor überhaupt als vorläufigen Höhepunkt. Arnesen: „Ich hatte nicht erwartet, dass es so schnell geht. Er hat fantastisch gespielt. Wir werden noch viel Freude an ihm haben. Er ist ein intelligenter Spieler mit einer guten Ausbildung.“


Die entsprechenden Worte, damit der Pizza- und Pasta-Fan jetzt nicht die Bodenhaftung verliert, fand Thorsten Fink nach dem Bayern-Spiel. „Jacopo bringt alle Voraussetzungen mit. Ich freue mich, dass er jetzt auch noch ein Tor gemacht hat. Nun muss er aber weiterarbeiten und sich wie alle auf das nächste Spiel vorbereiten.“ Sorgen muss man sich da wohl kaum machen.

„Ich werde weiter Gas geben. Nur das Team ist wichtig“, sagt der erste Italiener im HSV-Trikot, der sich auch ohne seine Familie (sie lebt weiter in Bergamo) mittlerweile in Hamburg richtig wohlfühlt.

Von Rizzitelli bis Sala: Die Italiener in der Bundesliga

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Datum:  5.2.2012
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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Borussia Dortmund 80:25 81
2 Bayern München 77:22 73
3 FC Schalke 04 74:44 64
4 B. Mönchengladbach 49:24 60
5 Bayer Leverkusen 52:44 54
6 VfB Stuttgart 63:46 53
7 Hannover 96 41:45 48
8 VfL Wolfsburg 47:60 44
9 Werder Bremen 49:58 42
10 1. FC Nürnberg 38:49 42
11 1899 Hoffenheim 41:47 41
12 SC Freiburg 45:61 40
13 1. FSV Mainz 05 47:51 39
14 FC Augsburg 36:49 38
15 Hamburger SV 35:57 36
16 Hertha BSC Berlin 38:64 31
17 1. FC Köln 39:75 30
18 1. FC Kaiserslautern 24:54 23
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