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Rafa & Badelj kaputt: 0:5! Pokal-Pleite gegen Bayern

Bert van Marwijk stützt seinen humpelnden Kapitän. Rafael van der Vaart musste in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden.
Bert van Marwijk stützt seinen humpelnden Kapitän. Rafael van der Vaart musste in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden.
Foto: WITTERS

Es gab wohl niemanden, der ernsthaft daran glaubte. Und so blieb sie dann auch aus, die Sensation im Volkspark. Stattdessen gab’s für den HSV im Pokal-Viertelfinale einen auf die Mütze – und zwar in einer Höhe, die sogar richtig wehtat. 0:5 (0:2) vor 57 000 Fans gegen komplett übermächtige Bayern. Tschüs, Pokal! Und bald auch: Tschüs, Bundesliga?

So weit ist es schon gekommen, dass es nach Niederlagen gegen die Bayern nicht mal mehr ein Pfeifkonzert setzt. Beim HSV haben sie zurzeit andere Probleme, traurig, aber wahr. Und so machte sich das Gros der Fans schweigend auf den Nachhauseweg, mit der Angst im Gepäck. Denn dieser HSV macht überhaupt keinen Mut mehr. Bitter: Mit van der Vaart (Muskelprobleme) und Badelj (Knöchel) verabschiedeten sich auch noch zwei Schlüsselspieler verletzt ...

Mit Milan Badelj musste der zweite Schlüsselspieler angeschlagen vom Platz.
Mit Milan Badelj musste der zweite Schlüsselspieler angeschlagen vom Platz.
Foto: WITTERS

Rund 20 Minuten lang durfte im Volkspark zumindest gehofft werden. Dann vernaschte Götze Lam, in der Mitte entfernte sich Westermann von Mandzukic (warum eigentlich?) und der Kroate staubte zum 0:1 ab (21.).

Das war’s dann schon. Fortan konnte es nur noch darum gehen, die Niederlage in Grenzen zu halten, so die Devise der Hamburger. Ein bemitleidenswerter Auftritt. Niemals zuvor war der Leistungsunterschied im einstigen Nord-Süd-Gipfel derart eklatant. Dante machte die Überlegenheit auch in Zahlen etwas deutlicher, köpfte nach Kroos‘ Ecke zum 0:2 ein, Adler und Calhanoglu behinderten sich dabei auf der Torlinie (26.).

Und der HSV? Es war und blieb bei allem Bemühen kläglich. John (27.) und Ilicevic (60.) sorgten für die einzigen Torschüsse, konnten Nationalkeeper Neuer aber nicht wirklich gefährden. Wie es richtig geht, bewiesen, na klar, die Bayern: Alle staunten über Kroos‘ Zuckerpass, vor allem Jansen – dumm nur, dass Robben das Zugucken allein nicht reichte, er stattdessen die Kugel mitnahm und zum 0:3 traf (54.).

Spätestens jetzt dachten die HSV-Profis und ihr Anhang nur noch an Sonnabend und den Abstiegsthriller in Braunschweig. So wurde es dann noch richtig bitter: Mandzukic wurde zum Doppelpack eingeladen (74./76.), traf zum 0:4 und 0:5. Und aus der mit Anstand erkämpften Niederlage wurde ein peinlicher Auftritt. Und, dennoch – nach dem Abpfiff skandierten die Fans: „Wir woll’n den Auswärtssieg!“ Übermorgen!

Alles also wie erwartet. Der HSV kriselt weiterhin und seine Fans sind um eine Erkenntnis reicher: Wenn eine Mannschaft derart überlegen ist, wie die Bayern, bringt Fußball irgendwie deutlich weniger Spaß. Das wissen mittlerweile alle im Lande.

Stimmen zum Spiel

Sportchef Oliver Kreuzer: „Wir sind nur hinterhergelaufen, das macht es schwer. Die Höhe des Ergebnisses muss nicht sein, da waren einige Treffer vermeidbar. Aber die Bayern-Spieler sind auch einfach schneller als unsere. Unser Fokus liegt jetzt auf Braunschweig, da sind die Jungs gefordert. Wenn ich dann noch Sportchef bin, gehe ich davon aus, dass Bert van Marwijk noch Trainer ist. Und ja, es sind die schwersten Tage meiner Karriere.“

Hakan Calhanoglu: „Wir haben alles versucht, aber München ist einfach die beste Mannschaft der Welt. Für uns Spieler ist es momentan nicht leicht, wir bekommen das alles ja mit und machen uns Gedanken. Gegen Braunschweig müssen wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren, das wird ein wichtiges Spiel.“

Thomás Rincón: „Wir haben gekämpft, aber die Bayern waren ein, zwei oder drei Klassen besser als wir. Für uns ist in Braunschweig das viel wichtigere Spiel, da geht es um alles.“

Heiko Westermann: Dass die Fans uns weiter anfeuern, das ist eine Sensation!

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.

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