Alles beim Alten. Der DFB-Pokal geht in die entscheidende Phase – und der HSV ist mal wieder nicht dabei. Das 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart bedeutete das überflüssige Aus im Achtelfinale. Weil Cacau doppelt traf und die HSV-Profis sich im Auslassen bester Chancen überboten.
Nun hat es also auch Thorsten Fink noch erwischt, im letzten Spiel des Jahres. Alle neun Pflichtspiele war der Trainer mit dem HSV ungeschlagen geblieben, Partie Nummer zehn ging in die Hose – und damit vielleicht die letzte Chance der Hamburger, sich nach dieser Saison noch für den Europapokal zu qualifizieren.
Eine bittere, weil komplett unnötige Pleite. Der VfB wirkte vom Anpfiff weg verunsichert, ließ den HSV kommen – und der nahm dankend an. Nach Diekmeiers Flanke scheiterte Jansen per Kopfball-Aufsetzer an Ulreich (11.), der auch Guerreros Linksschuss parierte (12.). Sechs Minuten später konnte der Peruaner die Kugel freistehend per Kopf nicht in Richtung VfB-Tor platzieren – bitter (18.).
Stattdessen ging der Schuss nach hinten los. Bruma rutschte bei Molinaros Flanke weg, Cacau hatte freie Bahn und vollendete sicher – 1:0 für den VfB (22.), der wohl immer noch nicht wissen wird, wie er überhaupt in Führung gehen konnte.
Ein kleiner Schock für den HSV. Petric kam nach der Pause, Hamburg war nun noch offensiver – und das zahlte sich schnell aus. Klasse, wie „Magier“ Mladen Guerrero bediente, dann in die Mitte eilte und die Vorarbeit seines Partners vollenden wollte. Nur Kvist war einen Tick schneller – Eigentor, der verdiente Ausgleich (54.).
Und doch wurde es ein bitterer Abend. Zunächst pennte der HSV hinten erneut, ließ Molinaro zuviel Platz, Cacau drückte die Flanke ins Netz (62.). Spielentscheidend aber war die Abschlussschwäche der Fink-Elf, die dramatische Formen annahm!
Ob Tesche (70.), Guerrero (75.) oder Petric (per Kopf/78.) – sie alle scheiterten freistehend (!) an Ulreich. Ein teures Auslassen hochkarätiger Möglichkeiten. Allein der Einzug ins Viertelfinale hätte dem HSV eine Million Euro als Prämie beschert. So aber geht der Traum von Berlin auch diesmal ohne den HSV weiter. 1987 feierte er dort seinen letzten bedeutenden Titelgewinn. Auch 25 Jahre danach wird das Warten kein Ende nehmen.
21 Profis nahm Thorsten Fink mit nach Stuttgart – weil er vor der Winterpause noch das ein oder andere Gespräch führen sollte. Neben Tolgay Arslan und Jacopo Sala, die ohnehin für den Kader nicht zur Debatte standen, landete auch Zhi Gin Lam auf der Tribüne.
Am Donnerstag steht für Fink der letzte wichtige Termin des Jahres auf dem Plan. In einem persönlichen Gespräch will er Maxi Beister (an Düsseldorf verliehen) eine Vertragsverlängerung beim HSV schmackhaft machen. Vor allem Dortmund gilt als hartnäckiger Mitbewerber im Rennen um den 21-Jährigen, der noch bis 2012 beim HSV unter Vertrag steht.
Piotr Trochowski und der FC Sevilla haben das Achtelfinale des spanischen Pokals erreicht. Nach dem 1:0 im Hinspiel gelang daheim ein 2:1 gegen San Roque de Lepe.
Kein neuer Befund bei Romeo Castelen. Weil Flüssigkeit in sein Knie getreten war, ließ sich der Flügelflitzer bei Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersuchen. Romeo soll erstmal etwas kürzer treten.
Nationalspieler Sami Khedira (jetzt Real Madrid) schaute sich den Kick live im Stadion an, wurde von den VfB-Fans stürmisch gefeiert.
Die Profis dürfen individuell von Stuttgart aus in den Winterurlaub starten. Trainingsstart ist am 3.Januar (15 Uhr).
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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