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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 17.1.2013

Nürnberg gegen den HSV: Wiesinger: Fink machte ihn zum Trainer

Von Markus Löser
Nürnbergs neuer Trainer Michael Wiesinger
Nürnbergs neuer Trainer Michael Wiesinger
Foto: WITTERS

Wie die Jungfrau Maria zum Jesus-Kind kam Michael Wiesinger (40) zu seinem Traumjob – und trifft zur Premiere am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) gleich auf seinen Kumpel, HSV-Trainer Thorsten Fink. Die MOPO sprach vorab mit Nürnbergs neuem Trainer über eine lange Freundschaft und die neue Rivalität.

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MOPO: Befürchten Sie, dass Ihr Adrenalinspiegel am Sonntag bei „supernervös“ ausschlagen wird?
Michael Wiesinger: Nervös ist der falsche Begriff. Aber angespannt werde ich sein.

Ausgerechnet bei der Premiere können Sie nicht auf den Rat eines engen Vertrauten hoffen.
Dass ich auf Thorstens Mannschaft treffe, ist eben so. Er war derjenige, der mich dazu bewegt hat, als Profi Schluss zu machen und Trainer zu werden. Und dann hat er mich 2008 als seinen Assistenten nach Ingolstadt geholt.

Für diese Chance sind Sie ihm ewig dankbar?
Er hat mich machen lassen. Dadurch habe ich besser meine ersten Erfahrungen sammeln können. Als ich dann meinen Fußball-Lehrer machte, habe ich natürlich bei Thorsten in Basel hospitiert.

Was haben Sie sich abgeschaut?
Thorsten ist einer aus der jungen Trainergeneration: Er lässt offensiv spielen. Er hat eine motivierende Art. Für Taktik ein unglaubliches Gespür, erklärt jedem Spieler im Detail, warum er was wie umgesetzt sehen will. Auch ich bevorzuge das Spiel nach vorne. Ich habe ihn bisweilen um Rat gefragt, das war mir wichtig. Das muss ich jetzt aber nicht mehr.

Thorsten Fink verschaffte Michael Wiesinger vor vier Jahr dessen ersten Trainerjob.
Thorsten Fink verschaffte Michael Wiesinger vor vier Jahr dessen ersten Trainerjob.
Foto: Witters

Wie kam es eigentlich zu dieser engen Freundschaft?
Als ich 1999 nach dem Abstieg von Nürnberg zu den Bayern gewechselt war, war Thorsten mit seiner ausgeprägten sozialen Ader sofort für mich da. Wir haben im gleichen Ortsteil gewohnt, eine Fahrgemeinschaft zum Training gebildet, die Mittagspausen in der Stadt bei reichlich Pasta und einem Cappuccino verbracht. Obwohl Thorsten kein Nationalspieler war, hatte er ein großes Standing im Team.

Wieso?
Er hat sich nie hängen lassen, immer Klartext geredet, war und ist ein absolut positiver Charakter, der ganz genau weiß, was er will.


Ihr gemeinsames „Meisterstück“ lieferten Sie 2001 nach dem Sieg in der Champions League gegen Valencia in Mailand ab.
Als wir aus dem Flieger gestiegen sind, hatte der Thorsten plötzlich den Pokal, und wir sind mit dem Ding nach Hause abgezischt. Dort haben sich die Nachbarn die Augen gerieben, jeder wollte sich mit dem Pott fotografieren lassen.

Und dann?
Sind wir seelenruhig mit dem Taxi und unserem besonderen „Fahrgast“ zur Party zum Lokal „Käfer“ gefahren. Einige waren anfangs ziemlich sauer auf uns „Entführer“.

Läuft eigentlich eine Wette?
Nein, wir haben nicht gewettet. Letzte Woche haben wir uns zuletzt ausgetauscht. Da ging es nur darum, einen gemeinsamen Flug am Sonntag von Nürnberg nach Düsseldorf zu organisieren. Dort ist tags darauf die Trainer-Tagung.


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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Bayern München 98:18 91
2 Borussia Dortmund 81:42 66
3 Bayer Leverkusen 65:39 65
4 FC Schalke 04 58:50 55
5 SC Freiburg 45:40 51
6 Eintracht Frankfurt 49:46 51
7 Hamburger SV 42:53 48
8 B. Mönchengladbach 45:49 47
9 Hannover 96 60:62 45
10 1. FC Nürnberg 39:47 44
11 VfL Wolfsburg 47:52 43
12 VfB Stuttgart 37:55 43
13 1. FSV Mainz 05 42:44 42
14 Werder Bremen 50:66 34
15 FC Augsburg 33:51 33
16 1899 Hoffenheim 42:67 31
17 Fortuna Düsseldorf 39:57 30
18 SpVgg Greuther Fürth 26:60 21
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