Die Fronten schienen verhärtet zu sein. Einmal mehr. Eine Vertragsverlängerung von Mladen Petric beim HSV schien nahezu ausgeschlossen – und ist nun doch wieder Thema.
„Magier“ Mladen soll über Jahre hinaus die neue Galionsfigur des Bundesliga-Dinos werden. Die Kehrtwende im Petric-Poker. Schon überraschend. Zwar hatte der HSV einen Wechsel seines Angreifers in dessen letztem Vertragsjahr kategorisch ausgeschlossen. Doch nach ersten Gesprächen über eine Verlängerung des Kontraktes herrschte im Petric-Lager schnell Ernüchterung. Nun aber verkündet Berater Volker Struth: „Die Qualität der Gespräche hat sich gebessert. Das ist das Resultat aus Kleinigkeiten in den vergangenen Tagen und Wochen.“
Insbesondere die Art und Weise, mit der Trainer Michael Oenning und Sportchef Frank Arnesen dem „Magier“ einen neuen Kontrakt schmackhaft machen, gefällt dem Torjäger. Stichwort Wertschätzung – die verspürt der stolze Kroate nun in lange Zeit ungekanntem Maße. „Mladen ist ein großer Spieler“, bestätigt Arnesen, „bei ihm müssen wir an unser Limit gehen.“ Struth folgert: „Man gibt Mladen derzeit deutlich zu verstehen, wie wichtig er für den HSV ist.“
Wann aber unterschreibt Petric? Ganz so weit ist es noch nicht. Arnesen spricht zwar von „sehr, sehr guten Gesprächen. Wir haben Mladens Berater gesagt, was wir vorhaben.“ Von einer unmittelbaren Einigung kann aber keine Rede sein. Konkrete Zahlen wurden noch nicht ausgetauscht. Auch ob Petric bis 2013 oder 2014 verlängern soll, ist noch offen.
Sollte der 31-Jährige tatsächlich Gefallen an der Rolle des neuen HSV-Leaders finden, könnte Hamburg die letzte gewichtige Station seiner Karriere bleiben. In einigen Jahren will Petric seine Laufbahn dann möglichst in den USA, vielleicht auch in der Schweiz ausklingen lassen.
Derzeit schuftet Mladen nach seiner Leisten-OP fleißig für sein Comeback. „Es fühlt sich alles gut an“, sagt er, ein Einsatz im Pokalspiel in Oldenburg (30.7.) ist sein Ziel. Anschließend will er weiter auf Rekordjagd gehen – schon jetzt ist der Nationalspieler (31 Treffer in 73 Bundesligaspielen für den HSV) fünftbester ausländischer Torjäger der Klubgeschichte. Vor ihm rangieren Kevin Keegan (32), Bernardo Romeo (35), Jan Furtok (51) und Sergej Barbarez (66). Sollte Petric verlängern, nimmt er die Spitze ins Visier.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Bayern München | 98:18 | 91 | ||
| 2 | Borussia Dortmund | 81:42 | 66 | ||
| 3 | Bayer Leverkusen | 65:39 | 65 | ||
| 4 | FC Schalke 04 | 58:50 | 55 | ||
| 5 | SC Freiburg | 45:40 | 51 | ||
| 6 | Eintracht Frankfurt | 49:46 | 51 | ||
| 7 | Hamburger SV | 42:53 | 48 | ||
| 8 | B. Mönchengladbach | 45:49 | 47 | ||
| 9 | Hannover 96 | 60:62 | 45 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 39:47 | 44 | ||
| 11 | VfL Wolfsburg | 47:52 | 43 | ||
| 12 | VfB Stuttgart | 37:55 | 43 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 42:44 | 42 | ||
| 14 | Werder Bremen | 50:66 | 34 | ||
| 15 | FC Augsburg | 33:51 | 33 | ||
| 16 | 1899 Hoffenheim | 42:67 | 31 | ||
| 17 | Fortuna Düsseldorf | 39:57 | 30 | ||
| 18 | SpVgg Greuther Fürth | 26:60 | 21 | ||
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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