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Nach acht Monaten

2:0 gegen Hoffenheim! HSV besiegt den Heimfluch

Von Florian Rebien & Simon Braasch
Tomás Rincón (M.) und Marcus Berg (r.) feiern den 1:0-Torschützen Paolo Guerrero.
Tomás Rincón (M.) und Marcus Berg (r.) feiern den 1:0-Torschützen Paolo Guerrero.
Foto: Bongarts/Getty Images

Sie hüpften und tollten umher wie junge Hunde, euphorisch gefeiert von ihren Fans. Acht lange Monate mussten die Profis des HSV auf diese Momente warten, nun ist es vollbracht: 2:0 (1:0) gegen Hoffenheim, der Heimspielfluch ist gebannt.

Schon acht Minuten vor dem Ende der Partie war dem Großteil der 46.237 Anhänger klar, dass etwas Besonderes bevor stand. „Oh, wie ist das schön – so was hat man lange nicht gesehen“, hallte es erst verhalten, dann immer lauter durch die Arena

Und selten zuvor hatte der Song eine größere Sangesberechtigung. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir den Bock endlich umgestoßen haben“, erklärte Trainer Thorsten Fink. „Die Mannschaft sollte einfach mal machen und nicht soviel reden. Diesmal hat sie gemacht.“

Der HSV hat sich vorerst von den Abstiegsplätzen verabschiedet – und darf ruhigeren Zeiten entgegenblicken. Vielleicht auch, weil Fink die Abläufe vor der Partie änderte. Morgens noch übte der HSV Standardsituationen im Stadion – ungewöhnlich. Zudem fuhr der HSV-Bus diesmal eine Viertelstunde eher als sonst zum Spiel im Volkspark vor – damit Fink noch mehr Zeit hatte, seine Männer einzustimmen.

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Es fruchtete. Statt wie sonst in Rückstand zu geraten, gab der HSV sofort Gas. Guerrero scheiterte früh an Starke (2.), Hamburg bestimmte das Spiel. Lohn der Mühen: Nachdem Beck den Ball Guerrero in den Lauf klärte, traf der Peruaner zunächst den Pfosten, verwertete den Abpraller dann zur Führung – eine Erlösung (25.)! Unmittelbar vor dem Wechsel hätte Guerrero sogar noch erhöhen können.

„Wir hatten heute Spaß auf dem Platz und die Zuschauer hatten Spaß an uns“, erklärte der Angreifer später und traf damit den Nagel auf den Kopf. „So macht es dann Freude und das Resultat ist dieser Sieg.“ Der fiel unterm Strich absolut verdient aus, weil der HSV auch den zweiten Durchgang tonangebend begann. Kacar (50./60.) tastete sich ans 2:0 heran. Das aber erzielte dann Jansen, der unwiderstehlich von links in die Mitte zog und durch Starkes Hosenträger hindurch traf (65.).

Die Entscheidung – auch, weil Keeper Drobny mit starken Paraden gegen Roberto Firmino (78.), Mlapa (85.) und Babel (90.) dafür sorgte, dass es nicht mehr spannend werden konnte. „Damit haben wir unser erstes Ziel erreicht“, stellte Fink zufrieden fest, „wir wollten runter von den Abstiegsrängen. Nun wollen wir uns Stück für Stück weiter nach vorn arbeiten.

Hannover, Nürnberg, Mainz und Augsburg heißen die Gegner bis zur Winterpause. Packt der HSV weiter so entschlossen an, geht da noch einiges …

Stimmen zum HSV-Sieg über Hoffenheim

David Jarolim

Dieses Gefühl hat uns lange gefehlt. Es ist super, endlich mal wieder mit unseren Fans zu feiern. Vielleicht lag es daran, dass der alte Rasen uns wirklich Pech gebracht hat.

Kurzpässe

Besuch I

Holger Stanislawski lockte St. Pauli zum HSV. Mit Helmut Schulte, Fabio Morena, Andre Schubert und Christian Bönig schauten sich gleich vier Vertreter des Kiezklubs das Spiel live in der Imtech Arena an.

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Datum:  20.11.2011
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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Borussia Dortmund 80:25 81
2 Bayern München 77:22 73
3 FC Schalke 04 74:44 64
4 B. Mönchengladbach 49:24 60
5 Bayer Leverkusen 52:44 54
6 VfB Stuttgart 63:46 53
7 Hannover 96 41:45 48
8 VfL Wolfsburg 47:60 44
9 Werder Bremen 49:58 42
10 1. FC Nürnberg 38:49 42
11 1899 Hoffenheim 41:47 41
12 SC Freiburg 45:61 40
13 1. FSV Mainz 05 47:51 39
14 FC Augsburg 36:49 38
15 Hamburger SV 35:57 36
16 Hertha BSC Berlin 38:64 31
17 1. FC Köln 39:75 30
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