Auf dieses Spiel schaut am Wochenende die ganze Bundesliga. Die Bayern kommen am Sonnabend (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) zum Nord-Süd-Gipfel nach Hamburg. Im Mittelpunkt steht Thorsten Fink. Knapp zehn Jahre spielte er für die Münchner. Nun empfängt er als HSV-Trainer das erste Mal seinen Ex-Verein – mit viel Vorfreude und einem klaren Sieg-Rezept.
„Ich bin ganz relaxt“, sagt der 44-Jährige, der in diesen Tagen mehr denn je gefragt ist. Für den Chefcoach kein Problem. „Das Interesse gehört dazu. Ich fühle mich nicht überfordert.“ Fink redet gerne über seine Zeit bei den Bayern. Nicht nur von seinen damaligen Trainern Ottmar Hitzfeld („Er konnte eine Super-Hierarchie in die Mannschaft bringen“) und Giovanni Trapattoni („Ein echter Taktik-Fuchs“) hat er viel mitgenommen.
Auch die Erfolge und Misserfolge haben ihn geprägt. Besonders 2001 die Last-Minute-Meisterschaft in Hamburg und der spätere Gewinn der Champions League, sowie 1999 sein folgeschenschweren Patzer im Finale der Königsklasse gegen Manchester United. „Man muss auch mit Fehlern umgehen können, daraus lernen“, sagt Fink, der noch immer einen sehr guten Kontakt zu den Bayern pflegt, sich vor seinem Engagement beim HSV extra in München Rat holte.
Nun trifft man sich als Kontrahenten wieder. „Natürlich ist das ein besonderes Spiel“, sagt Fink. „Ich werde nun vom HSV bezahlt und möchte hier für Erfolg sorgen. Wir brauchen die Punkte. Es bedeutet mir immer viel, eine große Mannschaft zu schlagen.“
Die Bayern sind für ihn zwar eindeutiger Favorit, chancenlos sieht er seinen HSV nicht: „Wir wollen den Bayern ein Bein stellen. Ich sehe keinen Grund, etwas an der Aufstellung aus dem Berlin-Spiel zu ändern. Wichtig ist, dass wir volle Konzentration, Leidenschaft, Kampf und Wille zeigen. Zudem brauchen wir uns auch spielerisch nicht zu verstecken. Die Bayern sind noch nicht so gut drauf. Es ist an der Zeit, dass wir mal einen Favoriten schlagen.“ Klare Worte, man darf auf die entsprechenden Taten gespannt sein.
Der Norweger Per Skjelbred (Schienbein) musste am Dienstag erneut mit dem Training aussetzen. Am Mittwoch soll er wieder einsteigen. Bei Schweden-Stürmer Marcus Berg (Schulter) ist das Comeback im Mannschaftstraining für nächste Woche geplant. Noch offen ist die Rückkehr von Zhi Gin Lam (Muskelfaserriss).
Seit Dienstag läuft der Mitgliedervorverkauf für die Heimspiele gegen den SC Freiburg (17. März, 15.30 Uhr) und Leverkusen (7. oder 8. April).
Am Mittwoch wird um 15 Uhr auf dem Übungsgelände an der Arena trainiert.
Drei Tore in 13 Ligaspielen hat Heung Min Son (19) für den HSV in dieser Saison erzielt, doch seit Ende der Hinrunde hängt er im Formtief. Son spielte zuletzt kaum mehr eine Rolle und suchte nun das Gespräch mit dem Trainer. Am Montag kam es zum Krisen-Gipfel. Von Fink gab es viele warme Worte. „Es gibt kaum einen Spieler, der in seinem Alter schon so weit ist. Er hat eine große Zukunft vor sich, wird noch einen Riesensprung machen. Im Moment muss ich aber mehr auf Erfahrung setzen.“ Son kann wieder lachen, muss aber weiter warten.
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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