Die Interessenten stehen Schlange. Englands Elite buhlt um Heung Min Son, auch Dortmund hat ihn auf dem Zettel. Noch besitzt der HSV die besten Karten im Poker. Aber wie lange noch?
Er brachte bislang am meisten ein: Für Nigel de Jong kassierte der HSV in der Winterpause 2008/09 18 Millionen Euro von Manchester City!
Foto: Witters
Diese Personalie gilt es zu klären, damit der HSV beruhigt seine neue Saison planen kann. Heung Min Son: Torheld, Werbemagnet und Sympathieträger in einer Person. Bis 2014 läuft sein Kontrakt. Son soll zügig verlängern, wägt aber noch ab. Auch von Chelsea und Manchester United liegen ihm bereits konkrete Angebote vor.
Etwa zehn Millionen Pfund (umgerechnet 11,6 Millionen Euro), so schwappte es von der Insel rüber, sollen beide Großklubs als Ablöse zu zahlen bereit sein. „Wir haben aber bislang weder eine Anfrage noch ein Angebot von irgendeinem Verein erhalten“, bekräftigt HSV-Boss Carl Jarchow. Dennoch stellt sich die Frage: Ab welcher Summe würde der HSV weich werden?
Frank Arnesen will davon nichts hören. „Schmerzgrenzen sind mir egal, damit befasse ich mich nicht“, erklärt der Sportchef. „Mein Ziel ist es, in den nächsten Monaten den Vertrag zu verlängern. Und nach den bisherigen Gesprächen bin ich sehr optimistisch, dass uns das auch gelingen wird.“
Arnesen weiß aber auch um die finanzielle Schieflage des Vereins, stellt deshalb klar: „Wenn ein Verein auf uns zukommen würde, hört man sich das an. Aber es ist überhaupt nicht unser Ziel, Sonny abzugeben – wir wollen verlängern.“ Doch ab einer Summe um die 15 Millionen Euro wäre der HSV wohl zum Handeln gezwungen.
Sons Unterschrift unter einen neuen HSV-Vertrag wäre so oder so strategisch sinnvoll. Denn selbst wenn er verlängert, könnte er im Sommer wechseln – dann aber würde der HSV eine wesentlich höhere Ablöse aufrufen können. Sagt Son dem HSV jedoch ab, wäre der Klub unter Zugzwang – und könnte nur noch in diesem Sommer Millionen für Son kassieren.
Der Brasilianer, der hier mit Kevin Keegan (r.) posiert, trägt den schönen Namen Waldomir Pacheco Buca. Der erste Samba-Import des HSV spielte 1980 genau eine Halbzeit lang. Das war's!
Foto: WITTERS| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Bayern München | 98:18 | 91 | ||
| 2 | Borussia Dortmund | 81:42 | 66 | ||
| 3 | Bayer Leverkusen | 65:39 | 65 | ||
| 4 | FC Schalke 04 | 58:50 | 55 | ||
| 5 | SC Freiburg | 45:40 | 51 | ||
| 6 | Eintracht Frankfurt | 49:46 | 51 | ||
| 7 | Hamburger SV | 42:53 | 48 | ||
| 8 | B. Mönchengladbach | 45:49 | 47 | ||
| 9 | Hannover 96 | 60:62 | 45 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 39:47 | 44 | ||
| 11 | VfL Wolfsburg | 47:52 | 43 | ||
| 12 | VfB Stuttgart | 37:55 | 43 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 42:44 | 42 | ||
| 14 | Werder Bremen | 50:66 | 34 | ||
| 15 | FC Augsburg | 33:51 | 33 | ||
| 16 | 1899 Hoffenheim | 42:67 | 31 | ||
| 17 | Fortuna Düsseldorf | 39:57 | 30 | ||
| 18 | SpVgg Greuther Fürth | 26:60 | 21 | ||
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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