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Millionen-Deal: Ex-HSV-Trainer Thomas Doll wird Chinese!

Thomas Doll hat gut lachen: In China findet der frühere HSV-Star eine gut bezahlte sportliche Herausforderung.
Thomas Doll hat gut lachen: In China findet der frühere HSV-Star eine gut bezahlte sportliche Herausforderung.
 Foto: Witters

Seit Mai 2008 spielt Thomas Doll auf dem deutschen Markt keine Rolle mehr. In der Bundesliga wurden Trainer geheuert und gefeuert, das HSV-Idol erhielt nach seiner Entlassung in Dortmund jedoch kein Jobangebot. Er arbeitete zuletzt in der Türkei und Saudi-Arabien. In der Wüste war im Januar Schluss für den 46-Jährigen. Doch nun steht er vor einem neuen Engagement. Die MOPO erfuhr: „Dolly“ wird Chinese.

Ein Klub aus der aufstrebenden Super League lockt den Hamburger Fan-Liebling mit einem Millionen-Vertrag. Noch im Dezember reist Doll nach Fernost, um alles klarzumachen. „Es ist immer so, dass man über die eine oder andere Möglichkeit nachdenkt und Gespräche führt“, sagte „Dolly“, einen Abschluss mit den Chinesen wollte er jedoch nicht bestätigen: „Ich werde mich erst öffentlich äußern, wenn ich weiß, in welche Richtung es bei mir geht. Noch ist ja nichts unterschrieben...“

Formsache! Denn Doll ist total heiß auf eine neue Aufgabe, und er scheut nicht das Abenteuer. Beim Scheich-Klub Al-Hilal leitete er bereits Entwicklungshilfe, nun zieht es ihn nach Asien. Dort ist er keineswegs ein Exot, ganz im Gegenteil: „Dolly“ wird sich in bester Gesellschaft bewegen. Marcello Lippi, Italiens Weltmeister-Trainer von 2010, gewann mit Guangzhou Evergrande den Titel – und wird für seine Arbeit kaiserlich entlohnt: Zehn Millionen Euro kassiert er für drei Jahre.

Nachdem Doll in den vergangenen Monaten die Bundesliga als TV-Experte und Fan verfolgte, hat er die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die deutsche Eliteklasse verloren. Nun setzt er auf seinen Durchbruch auf dem asiatischen Markt.

Hinter den meisten chinesischen Vereinen stehen Unternehmen oder reiche Privatmäzene, die tief in die Tasche greifen, um einen Fußball-Boom zu erzeugen. Der frühere HSV-Profi Jörg Albertz gehört zu den Pionieren, 2003 wechselte er aus Hamburg zu Shanghai Shenhua, die in der Vorsaison Weltstar Didier Drogba unter Vertrag hatten.

„Sie sind nicht mehr mit dem Status zufrieden, den man gegenüber anderen Ländern hat. Es wird richtig hart daran gearbeitet – und dazu braucht man große Namen“, sagte Albertz, der allerdings vor den Nachwirkungen warnt: „Du bist dann in Europa von der Bildfläche verschwunden.“

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