Nach dem 0:6-Debakel in München wurde HSV-Trainer Armin Veh am Sonntag gefeuert. Co-Trainer Michael Oenning übernimmt. Doch wer ist das eigentlich?
Deutschlehrer, Klavierspieler, Grimme-Preisträger: Oenning ist ein Mann mit vielen Talenten - nur Fußball-Profi war er nie.
Dass der 45-Jährige Chopin liebt und seit seiner Zeit als Co-Kommentator von Marcel Reif beim Sender "Premiere" geschliffen formuliert, mag für den HSV von nachrangiger Bedeutung sein.
Ungleich wichtiger in der aktuellen Chaos-Situation: Der bisherige Co-Trainer kennt sich mit den stürmische Zeiten des Fußball-Geschäfts aus. Bei Borussia Mönchengladbach (2004-2005) arbeitete Oenning unter vier Trainern und zwei Sportdirektoren, in Wolfsburg (2005-2007) übernahm er für ein Spiel die Aufgaben des erfolglosen Chef-Trainers Klaus Augenthaler - und auch beim 1. FC Nürnberg (2008-2009) sollte Oenning die Kohlen aus dem Feuer holen.
Als Co-Trainer rückte er im August 2008 auf den Chef-Posten des geschassten Thomas von Heesen und führte den Club zurück in die erste Liga. Nach einer desolaten Hinrunde war dann aber Schluss: Oenning wurde im Dezember 2009 beurlaubt - und heuerte ab der aktuelle Saison beim HSV an.
Auch hier soll er nun retten, was nicht mehr zu retten scheint. Zumindest für eine Weile. HSV-Sportchef Bastian Reinhardt am Sonntag: "Michael Oenning besitzt das Format, Trainer des HSV zu sein. Es ist noch keine Entscheidung über die Besetzung des Trainerpostens für die kommende Saison gefallen. Michael Oenning hat jetzt die Chance, sich zu präsentieren."
Im Interview mit dem Magazin "11 Freunde" sagte Oenning einmal: "Ein Cheftrainer darf die Demut nicht verlieren. Als öffentliche Person ist man immer wieder in Gefahr, etwas zu Dingen zu sagen, von denen man keine Ahnung hat." Diese Haltung dürfte ihm in den kommenden Wochen durchaus von Nutzen sein. (ej)
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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