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Koreaner erlöst den HSV: HSV-Talent Son: Die Rückkehr des Sonnyboys

Super Sonny! Nicht nur von Coach Thorsten Fink (l.) gab's für Heung Min Son viel Lob.
Super Sonny! Nicht nur von Coach Thorsten Fink (l.) gab's für Heung Min Son viel Lob.
Foto: WITTERS

Ein Tor! Ein Schrei! Eine Explosion! Heung Min Son brachte den Volkspark gegen Hannover zum Beben. Und er hätte sich keinen schöneren Tag dafür aussuchen können. Erst tags zuvor war sein Vater Wong Jung in Hamburg eingeflogen, da wusste der Filius noch gar nicht, dass er gegen Hannover in der Startelf stehen würde. Doch Mladen Petric’ Krankheit machte es möglich: Son durfte vor Papas Augen ran, tanzte die 96-Abwehr nach zwölf Minuten aus und schoss den HSV zum Sieg.

Der „Sonnyboy“ strahlt wieder– endlich! „Das war ein geiles Tor und ein Traum für mich“, erklärte der Koreaner, der monatelang erkennbar an sich zweifelte. Dank seiner Hilfe eroberte der HSV den asiatischen Markt, Millionen durch Sponsorenverträge dingfest. Alles schön und gut. Sons fußballerisches Können aber blitzte nicht mehr auf – bis zum Sonnabend und der Erlösung gegen 96.

„Es war keine leichte Zeit für mich“, erklärte Son. „Aber auch die Fans haben mir sehr geholfen. Ich habe eine Gänsehaut bekommen.“ Tatsächlich sorgten die Anhänger für ein Flair der besonderen Art, tauchten den Volkspark vorm Anpfiff in ein Meer aus weißen Papp-Tafeln (Aufschrift: „Wir für Euch! Ihr für uns!“), trieben ihr Team unermüdlich an. „Ich war überrascht, das war toll“, lobte Son.

Der „Sonnyboy“ zurück im Glück – dabei war er schon kurz nach seinem Tor platt. „Ich konnte schon nach 20 Minuten nicht mehr“, schnaufte der Angreifer. „Aber ich habe mich durchgebissen.“
Nun werden die Karten im Angriff neu gemischt. Marcus Berg war zuletzt gesetzt, Mladen Petric wird in Nürnberg wieder zur Verfügung stehen. Eine Woche später läuft Paolo Guerreros Sperre ab. Und auch Son ist wieder da! Prima Aussichten.

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