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Kein Geld für neue Spieler: Shopping-Verbot für HSV-Sportchef Arnesen

HSV-Sportdirektor Frank Arnesen telefoniert im Trainingslager in Abu Dhabi.
HSV-Sportdirektor Frank Arnesen telefoniert im Trainingslager in Abu Dhabi.
 Foto: WITTERS

Der Kader bleibt, wie er ist. Wie schon in den beiden Vorjahren verzichtete der HSV auf Wintertransfers, spielt die Saison ohne Neue zu Ende. Die Fans können sich schon mal daran gewöhnen – denn im kommenden Sommer wird es ähnlich laufen.

Um 11.30 Uhr verlor dann auch Frank Arnesen seinen Glauben an das Wunder. Eine halbe Stunde später schloss die Transferliste in den wichtigsten europäischen Ligen, Interesse an Profis des HSV blieb auch gestern aus. „Schade, aber damit war jetzt auch nicht mehr zu rechnen“, erklärte der Sportchef, der mit Tom Mickel (Fürth) und den verliehenen Robert Tesche (Düsseldorf) und Paul Scharner (Wigan) lediglich drei Profis im Winter an den Mann brachte.

Die Suppe muss Arnesen nun wohl im Sommer auslöffeln. Statt erhoffter Winter-Einnahmen in Höhe von 6,4 Millionen Euro bleibt lediglich eine knappe Million über. Die Folge: Der HSV wird seinen Gürtel weiterhin bis zum Anschlag schnallen müssen ...

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Arnesen weiß, was das bedeutet – und erlegt sich für den Sommer schon mal vorsorglich ein Shopping-Verbot auf. An teure, neue Stars ist nicht zu denken, im Gegenteil. „Wir werden nicht viel machen“, erklärt der 56-Jährige. Das hängt natürlich mit den Finanzen zusammen, Arnesen sagt aber auch: „Wir haben jetzt hier eine Mannschaft zusammen, die miteinander wachsen kann. Und der Kader wird ja im Sommer noch durch weitere wirklich große Talente ergänzt.“

Stimmt. Mit Karlsruhes Mittelfeldstern Hakan Calhanoglu (18), Dortmunds Kerem Demirbay (19) und Hamburgs eigener Nachwuchsperle Jonathan Tah (16) rücken nach dieser Spielzeit drei weitere Juwelen in den Bundesligakader auf. Der Talentschuppen des HSV ist dann rappelvoll – neue, große Namen aber werden wohl nicht dazustoßen. „Aber wir haben auch keine großen Baustellen“, sagt Arnesen. „Wir sind nicht gezwungen, viel zu machen.“ Es sei denn, der HSV würde Heung Min Son in die Premier League ziehen lassen und müsste im Angriff nachrüsten.

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