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HSV - Nürnberg: Jetzt wird’s eklig

Von Simon Braasch
Mit Haken und Ösen: Heiko Westermann (l./gegen Hannovers Abdellaoue) weiß, was in dieser Jahreszeit auf dem Platz gefragt ist.
Mit Haken und Ösen: Heiko Westermann (l./gegen Hannovers Abdellaoue) weiß, was in dieser Jahreszeit auf dem Platz gefragt ist.
Foto: WITTERS

Ein Blick nach draußen genügt. Rastafaris haben erst mal ausgespielt, Männer mit Bärten sind jetzt in der Bundesliga gefragt. Wer etwas anderes erwartet, dürfte am Sonntag im Volkspark nicht allzu viel Freude haben.

Es sind Big Points, die verteilt werden – weil ab sofort alles, was auf der Habenseite steht, fröhlichere Weihnachten garantiert. Der HSV gegen Nürnberg, tabellarisch ein Duell auf Augenhöhe, bei dem es zur Sache gehen wird. Eines scheint sicher zu sein: Am Sonntag wird’s richtig eklig!

Die Ansage kam aus Nürnberg und sie war unmissverständlich. „Wir waren giftig und eklig“, erklärte Timothy Chandler nach dem 1:0 gegen Lautern. „Genau so eklig müssen wir jetzt wieder spielen, dann können wir auch in Hamburg gewinnen“, ließ Mittelfeldmann Daniel Didavi wissen. Worte, die Hamburgs Ex-Clubberer Dennis Diekmeier nur zu gern aufnimmt. „Sollen sie doch ruhig eklig spielen“, sagt der Rechtsverteidiger. „Ich glaube, dass es für Nürnberg eklig wird gegen uns zu spielen!“ Die Brust ist weit draußen, der HSV glaubt an sich.

Das kommt nicht von ungefähr. Sechs Bundesligapartien in Folge hat der HSV nicht mehr verloren, zuletzt in Hannover (1:1) agierte er hoch dominant (58 % Ballbesitz). „Für mich war das unsere bislang beste Leistung überhaupt“, so Trainer Thorsten Fink, der für den Kick am Sonntag eine klare Vorgabe verteilt: „Wir sind gut drauf und wollen zuhause gleich nachlegen. Dadurch können wir unsere Tabellenlage sicher weiter verbessern.“

Nichts anderes steht bis Weihnachten noch auf dem Spiel. Zumindest zwei Siege aus drei Partien sollten es sein, damit Hamburg nach seinem Horror-Saisonstart (ein Punkt aus sechs Spielen) die größten Sorgen los ist. Fink wird dabei wohl dem selben Personal vertrauen, wie bei 96.

Einziges Fragezeichen: „Ich weiß noch nicht, ob ich Ilicevic oder Son vorn spielen lasse.“ Die Tendenz geht zum Koreaner. Doch so oder so: Es wird nass auf dem Platz. Und dreckig. Und aller Voraussicht nach richtig eklig.

HSV-Kurzpässe

Mladen:

Klappt’s heute vielleicht? Mladen Petric konnte auch gestern noch nicht mit dem Team trainieren, fällt gegen Nürnberg sicher aus. Trainer Thorsten Fink: „Vielleicht ist er gegen Mainz eine Alternative. Wir denken von Tag zu Tag.“

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Datum:  1.12.2011
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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Borussia Dortmund 80:25 81
2 Bayern München 77:22 73
3 FC Schalke 04 74:44 64
4 B. Mönchengladbach 49:24 60
5 Bayer Leverkusen 52:44 54
6 VfB Stuttgart 63:46 53
7 Hannover 96 41:45 48
8 VfL Wolfsburg 47:60 44
9 Werder Bremen 49:58 42
10 1. FC Nürnberg 38:49 42
11 1899 Hoffenheim 41:47 41
12 SC Freiburg 45:61 40
13 1. FSV Mainz 05 47:51 39
14 FC Augsburg 36:49 38
15 Hamburger SV 35:57 36
16 Hertha BSC Berlin 38:64 31
17 1. FC Köln 39:75 30
18 1. FC Kaiserslautern 24:54 23
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