Ein Blick nach draußen genügt. Rastafaris haben erst mal ausgespielt, Männer mit Bärten sind jetzt in der Bundesliga gefragt. Wer etwas anderes erwartet, dürfte am Sonntag im Volkspark nicht allzu viel Freude haben.
Es sind Big Points, die verteilt werden – weil ab sofort alles, was auf der Habenseite steht, fröhlichere Weihnachten garantiert. Der HSV gegen Nürnberg, tabellarisch ein Duell auf Augenhöhe, bei dem es zur Sache gehen wird. Eines scheint sicher zu sein: Am Sonntag wird’s richtig eklig!
Die Ansage kam aus Nürnberg und sie war unmissverständlich. „Wir waren giftig und eklig“, erklärte Timothy Chandler nach dem 1:0 gegen Lautern. „Genau so eklig müssen wir jetzt wieder spielen, dann können wir auch in Hamburg gewinnen“, ließ Mittelfeldmann Daniel Didavi wissen. Worte, die Hamburgs Ex-Clubberer Dennis Diekmeier nur zu gern aufnimmt. „Sollen sie doch ruhig eklig spielen“, sagt der Rechtsverteidiger. „Ich glaube, dass es für Nürnberg eklig wird gegen uns zu spielen!“ Die Brust ist weit draußen, der HSV glaubt an sich.
Das kommt nicht von ungefähr. Sechs Bundesligapartien in Folge hat der HSV nicht mehr verloren, zuletzt in Hannover (1:1) agierte er hoch dominant (58 % Ballbesitz). „Für mich war das unsere bislang beste Leistung überhaupt“, so Trainer Thorsten Fink, der für den Kick am Sonntag eine klare Vorgabe verteilt: „Wir sind gut drauf und wollen zuhause gleich nachlegen. Dadurch können wir unsere Tabellenlage sicher weiter verbessern.“
Nichts anderes steht bis Weihnachten noch auf dem Spiel. Zumindest zwei Siege aus drei Partien sollten es sein, damit Hamburg nach seinem Horror-Saisonstart (ein Punkt aus sechs Spielen) die größten Sorgen los ist. Fink wird dabei wohl dem selben Personal vertrauen, wie bei 96.
Einziges Fragezeichen: „Ich weiß noch nicht, ob ich Ilicevic oder Son vorn spielen lasse.“ Die Tendenz geht zum Koreaner. Doch so oder so: Es wird nass auf dem Platz. Und dreckig. Und aller Voraussicht nach richtig eklig.
Klappt’s heute vielleicht? Mladen Petric konnte auch gestern noch nicht mit dem Team trainieren, fällt gegen Nürnberg sicher aus. Trainer Thorsten Fink: „Vielleicht ist er gegen Mainz eine Alternative. Wir denken von Tag zu Tag.“
Österreichs Ex-Nationalspieler Heimo Pfeifenberger (44/früher u.a. bei Werder aktiv) absolviert derzeit mit zwei Landsleuten ein Trainer-Praktikum beim HSV.
Fink ist guter Hoffnung, dass er Maxi Beister (kehrt im Sommer aus Düsseldorf zurück) eine Verlängerung seines Vertrages schmackhaft machen kann: „Ich werde ihm eine so große Zukunft bei uns aufzeigen, dass er sicher gern bleiben wird.“
Ivo Ilicevic schaut heute gespannt zur Auslosung der EM-Gruppen nach Kiew – und hat keine Angst vor großen Tieren: „Wir Kroaten haben vor keinem Gegner Angst! Von mir aus können wir auch gern gegen Deutschland spielen.“
Ivo Ilicevic schaut heute gespannt zur Auslosung der EM-Gruppen nach Kiew – und hat keine Angst vor großen Tieren: „Wir Kroaten haben vor keinem Gegner Angst! Von mir aus können wir auch gern gegen Deutschland spielen.“
Heute wird um 10 Uhr trainiert.
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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