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In Berlin festgenommen: Ex-HSV-Profi Ben-Hatira ein Räuber?

Änis Ben-Hatira hat Ärger mit der Polizei: Er wurde in der Nacht zu Sonntag vorübergehend festgenommen.
Änis Ben-Hatira hat Ärger mit der Polizei: Er wurde in der Nacht zu Sonntag vorübergehend festgenommen.
Foto: dapd


Bei dem angeblichen Opfer soll es sich nach MOPO-Informationen um die 25-jährige Ex-Freundin des Hertha-Stars handeln. Gemeinsam sollen beide bei einem Selbstbedienungs-Italiener gesessen und sich dann heftig gestritten haben. Anschließend habe Ben-Hatira seiner Ex-Freundin ihr Portemonnaie entrissen, sei in seinen weißen Range Rover gestiegen und einfach davon gefahren. Darauf alarmierte die Frau die Polizei und stellte Strafanzeige. Gegen 22.40 Uhr fanden Streifenpolizisten Änis Ben-Hatira in seinem Geländewagen an einer Tankstelle an der Konstanzer-, Ecke Westfälische Straße. Und nicht nur das: Auf dem Fahrersitz lag tatsächlich die Geldbörse der Frau. Ben-Hatira wurde daraufhin festgenommen und – wie in solchen Fällen üblich – erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurde der 24-Jährige wieder entlassen.


Bislang soll sich der Spieler nicht zu den Vorwürfen bei der Polizei geäußert haben. Ein Sprecher sagte am Sonntag: „Unsere derzeitigen Erkenntnisse beruhen ausschließlich auf den Aussagen der betroffenen Frau.“


Ben-Hatiras Verein Hertha BSC bestätigte gestern Nachmittag zumindest, dass es „einen Vorfall“ gegeben habe. Pressesprecher Peter Bohmbach: „Soweit uns bei der Vielzahl von Details eine erste Einschätzung möglich ist, halten wir die Schilderung des Spielers für nachvollziehbar und gehen davon aus, dass sich der Vorgang zugunsten von Änis Ben-Hatira aufklären wird.“ Zudem habe man dem Spieler einen Anwalt vermittelt.


Auf dem Spielfeld gilt Ben-Hatira zwar als Hitzkopf, geriet im Training bereits mit Mannschaftskollegen Christian Lell aneinander. Im vergangenen Februar beschimpfte er zudem einen Fan nach der desaströsen 0:5-Schlappe in Stuttgart als „Eierkopf.“ Doch außerhalb des Stadions gilt der 24-Jährige als eher besonnen, ist sogar Gründungsmitglied einer Kindersportstiftung.


Wenige Stunden nach dem Vorfall erschien der 24-jährige Änis Ben-Hatira gestern als einer der ersten Spieler auf dem Trainingsgelände der Hertha, wurde von den Verantwortlichen jedoch sofort rigoros abgeschirmt. Und trainierte daraufhin einsam und allein auf einem Hometrainer. Ein Vertrauter: „Der arme Junge war echt völlig fertig. Er weiß, dass er da in etwas sehr Unschönes hineingeraten ist.“

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