HSV-Trainer im Interview
Michael Oenning: "Wir müssen uns von der Tabelle lösen"
Von
Simon Braasch und Florian Rebien
Treibt er sein Team bald mal wieder zu einem Sieg? HSV-Trainer Michael Oenning gibt jedenfalls alles an der Seitenlinie.
Foto: WITTERS
Treibt er sein Team bald mal wieder zu einem Sieg? HSV-Trainer Michael Oenning gibt jedenfalls alles an der Seitenlinie.
Foto: WITTERS
Mitgenommen und ohne jeden Ansatz einer positiven Gefühlsregung analysierte er das Geschehene. HSV-Trainer Michael Oenning wirkte nach dem 3:4 gegen Köln angeschlagen – und stellte sich dennoch geduldig allen Fragen.
MOPO: Ist die Art und Weise dieser Niederlage der heftigere Nackenschlag als das 0:5 in München?
Michael Oenning: Ja! Diese Niederlage ist ganz, ganz bitter. Ich hatte nach dem 3:2 nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel noch verlieren könnten.
Woran lag es?
Wir haben richtig gut gespielt, können den Sack mit dem 4:2 zumachen – und dann machen wir bei zwei Standards krasse Fehler. Und nun sind wir wieder in der Situation, dass wir sagen müssen: Wie kann das sein? Dabei hat erstmals die gesamte Mannschaft gezeigt, dass sie dieses Spiel gewinnen will.
Was macht Ihnen jetzt Hoffnung?
Dass man gesehen hat, dass die Mannschaft so gespielt hat, wie wir es uns alle wünschen. Wir können jetzt Trübsal blasen und sagen: Wir haben nur einen Punkt. Wir können aber auch sagen: Das war jetzt der erste Schritt in die richtige Richtung.
Fotostrecke HSV - Köln
Bildergalerie ( 30 Bilder )
Versuchte Ruhe in die Abwehr zu bringen. Neuzugang Slobodan Rajkovic.
Foto: WITTERS
Jaroslav Drobny sammelt zur Zeit Gegentore und sieht dabei zum Teil alles andere als gut aus. So auch gegen Köln.
Foto: WITTERS
David Jarolim steigt hoch, Sascha Riether schaut nur zu. Der Tscheche (MOPO-Note) 3,5 stabilisierte das Mittelfeld, konnte das entstehen von Kölner Kontern jedoch nicht regelmäßig unterbinden.
Foto: WITTERS
Nach Foul von Geromel an Dennis Aogo bekommt der HSV einen Strafstoß zugesprochen. Mladen Petric verwandelt sicher zur 1:0 Führung.
Foto: WITTERS
Kölns Keeper Miro Varvodic fliegt in die falsche Ecke, der Elfmeter von Mladen Petric schlägt links unten ein.
Foto: WITTERS
Mladen Petric jubelt über das 1:0.
Foto: WITTERS
Mladen Petric und David Jarolim beim gemeinsamen Jubel über Petric' Treffer.
Foto: WITTERS
Adil Chihi versucht Marcell Jansen aufzuhalten. Der Hamburger Flügelspieler lieferte eine durchwachsene Leistung auf der Außenbahn ab.
Foto: WITTERS
Der Ausgleich. Adil Chihi konnte ungestört einschieben und darf nun zusammen mit Vorlagengeber Mato Jajalo, Slawomir Peszko und Milivoje Novakovic jubeln.
Foto: WITTERS
Freude bei den Kölnern nach dem 1:1 Ausgleich.
Foto: WITTERS
Heiko Westermann überspringt Mato Jajalo.
Foto: WITTERS
Plötzlich ist der Ball drin. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit liegt der HSV nach dem Tor von Milivoje Novakovic auch schon mit 1:2 zurück.
Foto: WITTERS
Vorlagengeber Lukas Podolski feiert mit Torschütze Milivoje Novakovic den Treffer zur Führung.
Foto: WITTERS
Kölns Milivoje Novakovic gegen HSV-Neuzugang Slobodan Rajkovic
Foto: WITTERS
Heung Min Son, Geromel (l.) und Andrézinho (hinter Son) verpassen den Ball.
Foto: dpa
Die serbische Kante ist zur Stelle. Neuzugang Slobodan Rajkovic staubt zum 2:2 Ausgleich ab.
Foto: WITTERS
Jubel nach dem 2:2 Ausgleich. Der HSV war zurück im Spiel. Doch genutzt hat es am Ende nichts.
Foto: WITTERS
Dennis Aogo klärt artistisch.
Foto: WITTERS
HSV-Supertalent Heung Min Son jubelt nach seinem Treffer zum 3:2.
Foto: dpa
Nach seinem Treffer zur erneuten Führung wird Heung Min Son unter seinen jubelnden Mitspielern begraben.
Foto: dpa
Fast zärtlich-erfürchtig streicht Pe Skjelbred über das Gesicht von Torschütze Heung Min Son.
Foto: WITTERS
Kurz nach seinem Treffer zum 3:2 ist das Spiel für Heung Min Son gelaufen. Nach einem Duell mit Geromel bleibt Son mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen und halt sich das Bein.
Foto: WITTERS
Von der Bank aus muss Heung Min Son das restliche Spiel mit Schmerzen verfolgen.
Foto: WITTERS
Christian Clemens erzielt den dritten Ausgleich der Partie. Das 3:3 für Köln kurz vor Schluss bringt den HSV auf die Verliererstraße.
Foto: Bongarts/Getty Images
Jaroslav Drobny ist geschlagen. Christian Clemens kann ohne große Gegenwehr zum 3:3 ausgleichen.
Foto: WITTERS
David Jarolim kann den Pass spielen, Martin Lanig (r.) es nicht mehr verhinden.
Foto: WITTERS
Der Drobny-Patzer vor dem 3:4. Der Schlussmann will einen Freistoß aus dem Strafraum fausten und steigt gegen drei Mitspieler und Milivoje Novakovic hoch. Seine Abwehr landet bei Kevin McKenna und die Niederlage ist besiegelt.
Foto: WITTERS
Kevin MecKenna dreht nach dem späten Siegtreffer zum 4:3 jubelnd ab.
Foto: Bongarts/Getty Images
Schlussjubel bei den Kölnern.
Foto: dpa
Per Skjelbred wird von Slawomir Peszko gestoppt.
Foto:
WITTERS
EM 2012
Fußball
Promi & Show
Promi & Show
Promi & Show
Promi & Show
Die Gesichter der HSV-Katastrophe
Bildergalerie ( 17 Bilder )
Die Gesichter der HSV-Katastrophe
HSV-Trainer Michael Oenning ist nach der 3:4 Niederlage gegen den 1. FC Köln fassungslos.
Foto: WITTERS
Heiko Westermann ist kaum zu beruhigen. Tomás Rincón ist bei ihm.
Foto: WITTERS
Hitzige Diskussionen zwischen Dennis Diekmeier und Heiko Westermann nach dem Spiel. Marcell Jansen und Tomás Rincón schleichen bedient hinterher.
Foto: WITTERS
Auch Dennis Aogo und David Jarolim sind nicht auf einer Linie. Per Skelbred (l.) ist einfach nur bedient.
Foto: WITTERS
Direkt nach dem 3:4 herrscht auf der Bank Entsetzen. Mladen Petric mag gar nicht hinschauen, die restlichen Spieler schauen ungläubig auf's Spielgeschehen.
Foto: WITTERS
Michael Oenning schreit seinen Frust nach dem Gegentreffer direkt hinaus...
Foto: WITTERS
...während Robert Tesche sich einfach nur verstecken möchte.
Foto: WITTERS
Ungläubige Gesichter nach dem Spiel.
Foto: Bongarts/Getty Images
Ungläubige Gesichter nach dem Spiel.
Foto: Bongarts/Getty Images
Dennis Aogo ist sichtlich gezeichnet.
Foto: WITTERS
Paulo Guerrero vergräbt sein Gesicht in den Händen.
Foto: WITTERS
David Jarolims Blick geht ins Leere.
Foto: WITTERS
Die unfassbare Niederlage ist Heiko Westermann deutlich anzusehen.
Foto: WITTERS
Slobodan Rajkovic und Heiko Westermann n ach Schlusspfiff.
Foto: WITTERS
So hatte sich Dennis Diekmeier den Saisonstart sicherlich nicht vorgestellt. Über seine Seite ging Lukas Podolski kurz nach der Halbzeitpause durch und bereitete die 2:1 Führung der Kölner vor.
Foto: WITTERS
Kein Einstand nach Maß für Slobodan Rajkovic.
Foto: WITTERS
Die späte Niederlage gegen Köln tut weh. Dennis Aogo ist entsetzt.
Foto:
WITTERS
EM 2012
Fußball
Promi & Show
Promi & Show
Promi & Show
Promi & Show
Aber der HSV ist jetzt Tabellenletzter. Verstehen Sie die Sorgen der Fans?
Natürlich. Wir sind ja alle nicht zufrieden. Aber wir müssen uns von der Tabelle lösen. Was wir gerade durchleben, ist ein Stück unseres Weges, denn wir gehen.
Befürchten Sie, dass es nun verstärkt zu einer Trainerdiskussion kommen wird?
Das kann ich ja nicht beeinflussen. Ich kann dazu nur sagen, dass ich meinen Job auch weiterhin so gut wie möglich machen werde.
Werden Sie noch auf dem Transfermarkt aktiv werden?
Wir brauchen Kreativität im Mittelfeld, das ist klar.
In der Defensive wurde der Hebel ja bereits angesetzt. Wie bewerten Sie das Zusammenspiel zwischen Heiko Westermann und Slobodan Rajkovic?
Insbesondere die Innenverteidigung wirkte für mich diesmal aus dem Spiel heraus sehr souverän. Wir haben diesmal zwei Treffer über die Seite bekommen und zwei durch Standards.
Wie fällt denn Ihr erstes Zwischenfazit nach nun vier Spielen aus?
Uns fehlen natürlich Punkte. Wir haben gegen Hertha bis zur 88. Minute geführt, diesmal auch. Somit sind wir fünf Punkte hinter dem, was wir uns gedacht haben.
War der Umbruch vor dieser Saison vielleicht doch zu radikal?
Es ist müßig, darüber zu diskutieren. Wir hatten ja auch gar keine andere Wahl, als diesen Weg zu gehen.
Auch interessant