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HSV-Trainer im Abstiegskampf: Fink: Die härteste Saison seines Lebens

Engagiert bis in die Haarspitzen: HSV-Trainer Thorsten Fink gibt von der Seitenlinie lautstark Anweisungen.
Engagiert bis in die Haarspitzen: HSV-Trainer Thorsten Fink gibt von der Seitenlinie lautstark Anweisungen.
Foto: dapd

Drei, zwei, eins – gerettet! Der Countdown läuft, Hamburg und der HSV zählen die Tage bis zur Partie gegen Mainz (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) herunter. Am Sonnabend, gegen 17.20 Uhr, will der Liga-Dino dann den Klassenerhalt feiern.

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Für Thorsten Fink wäre es der versöhnliche Abschluss einer Saison, die er sich so nicht mal in seinen schlimmsten Träumen ausgemalt hätte.

Eines war dann mal klarzustellen und zwar sofort. Die Presserunde am Dienstag eröffnete Fink ungefragt und noch bevor er richtig Platz genommen hatte mit Worten, die sich jeder hinter die Löffel schreiben sollte. „Ich warne jetzt davor zu sagen, dass wir durch sind!“, ließ der Trainer wissen. „Wir haben noch gar nichts gewonnen und müssen erst die Punkte einfahren. Wenn wir verlieren und Köln gewinnt, geht das ganz schnell in die andere Richtung ...“

In eine, der Fink auf Nimmerwiedersehen den Rücken zudrehen will. Diese Spielzeit nervt. Sie geht an die Nieren. Auch an Finks Reserven, wenngleich er das ungern zeigt. Es ist die härteste Saison seines Lebens.

„Der Druck im Abstiegskampf ist ein anderer“, sagt der 44-Jährige, „das spürst du als Trainer noch anders, als die Spieler. Es geht um Existenzen, um Arbeitsplätze. Man spürt eine Verantwortung für andere Leute. Bei einem Abstieg muss ja immer gespart und etwas verändert werden.“ Fink, der als Spieler mit Bayern und als Basels Coach vor allem Titel und Triumphe gewohnt war, ist weit davon entfernt, durchzupusten. „ Der Druck ist hoch – und für mich immer noch nicht geringer geworden“, gibt er zu.

Ein Erfolgserlebnis gegen Mainz würde das ändern. Vielleicht wären dann wieder Küsschen fällig, wie im Oktober, als Fink nach dem ersten HSV-Treffer unter seiner Leitung Sportchef Frank Arnesen herzte. Vielleicht aber würde er auch einfach in die Kabine gehen und den Moment für sich allein genießen. „Ich plane so etwas nicht, es passiert spontan“, erklärt Fink. Wichtig ist nur, dass es passiert. Am Sonnabend. Und keinen Spieltag später!

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