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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 28.4.2011

HSV-Stürmer will bleiben: Guerrero: "Habe kapiert, was der Trainer will"

Von Simon Braasch
Wohin führt sein Weg? Paolo Guerrero darf gegen Freiburg in der Startelf ran.
Wohin führt sein Weg? Paolo Guerrero darf gegen Freiburg in der Startelf ran.
Foto: WITTERS

Nun liegt es an ihm, zu zeigen, was Sache ist. Vor vier Wochen noch wurde Paolo Guerrero kurzzeitig aus dem Kader verbannt. In der Vorwoche redete Michael Oenning seinen Angreifer stark. Und am Sonnabend gegen Freiburg (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) ist Guerrero plötzlich unumstrittener Stammspieler. Zahlt er diesmal zurück?


Einer der besten Gründe, mal kräftig Gas zu geben, schwebte am Donnerstagvormittag in Fuhlsbüttel ein. Diego ist da! Nicht der große aus Argentinien, sondern der kleine aus München, dafür aber Guerreros ganzer Stolz. Eine Woche lang bleibt sein sechs Jahre alter Sohn bei ihm und wird dem Papa auch in der Arena zujubeln. Wenn das kein Ansporn ist.


Ob es dieser Extra-Portion an Ehrgeiz überhaupt bedarf, steht auf einem anderen Blatt. Guerrero ist gefordert. Der Peruaner, lange als Top-Talent angepriesen und nun mit 27 Jahren im besten Fußball-Alter, befindet sich am Scheideweg seiner Karriere.

Nichts anderes machte ihm sein Trainer in der Vorwoche klar. Führungsspieler müsse er mit seinen Qualitäten sein. „Und ich habe das Gefühl, dass Paolo es nun auch längerfristig verstanden hat“, meint Oenning. Das gilt es zu beweisen. Denn wegen der verletzungsbedingten Ausfälle von Mladen Petric und Ruud van Nistelrooy ist Guerrero gegen Freiburg gesetzt – voraussichtlich neben Heung Min Son.


Und, hat Guerrero verstanden, was Sache ist? Zumindest behauptet er das. „Ich habe kapiert, was der Trainer von mir will“, erklärt der „kleine Krieger“. Und will es umsetzen. „Für die nächsten Jahre“, wie Paolo beteuert, ein Wechsel im Sommer sei nie sein Ziel gewesen: „Ich habe schließlich ganz bewusst bis 2014 hier unterschrieben.“


Wieder ein neuer Anlauf also für den hoch talentierten aber zu oft schludrigen Peruaner. Oennings warme Worte häuften sich zuletzt, was als klares Indiz gewertet werden darf. Van Nistelrooy ist im Sommer weg, Petric’ Verbleib höchst fraglich. Bliebe Guerrero als einziger gestandener Angreifer, umgeben von Talenten.

Oenning möchte Guerrero zum Leader aufbauen, nimmt ihn aber auch in die Verantwortung. Paolo gefällt das. „Ich möchte mithelfen, dass hier beim HSV etwas Neues entsteht, etwas Großes“, sagte er der MOPO. Helfen allein wird Oenning nicht reichen – Guerrero soll gestalten. Am Sonnabend gegen Freiburg schon.

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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Bayern München 98:18 91
2 Borussia Dortmund 81:42 66
3 Bayer Leverkusen 65:39 65
4 FC Schalke 04 58:50 55
5 SC Freiburg 45:40 51
6 Eintracht Frankfurt 49:46 51
7 Hamburger SV 42:53 48
8 B. Mönchengladbach 45:49 47
9 Hannover 96 60:62 45
10 1. FC Nürnberg 39:47 44
11 VfL Wolfsburg 47:52 43
12 VfB Stuttgart 37:55 43
13 1. FSV Mainz 05 42:44 42
14 Werder Bremen 50:66 34
15 FC Augsburg 33:51 33
16 1899 Hoffenheim 42:67 31
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