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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 16.1.2013

HSV schlägt Hertha 2:1: Was sollte denn dieser Geheim-Kick?

Von Simon Braasch
Testkick gegen Hertha: HSV-Verteidiger Slobodan Rajkovic hat Berlins Hany Mukhtar wohl übersehen und läuft in ihn hinein.
Testkick gegen Hertha: HSV-Verteidiger Slobodan Rajkovic hat Berlins Hany Mukhtar wohl übersehen und läuft in ihn hinein.
Foto: WITTERS

Es sollte der geheimste Kick der Vereinsgeschichte werden. Ohne es vorher anzukündigen, testete der HSV am Mittwochmittag gegen Zweitligaklub Hertha BSC – aber nicht in der Arena, sondern auf dem Trainingsgelände daneben. 2:1 (2:0) endete die Generalprobe vor dem Bundesligastart. Doch viele Fans fragen sich: Warum denn bloß dieses Versteckspiel?


Der HSV tritt auf, aber niemand soll es sehen. Das gab es in dieser Form auch noch nicht. So fanden sich nur etwa 30 Fans im Volkspark ein, sahen einen Doppelpack von Marcus Berg (19. Minute/25.), ehe der Berliner Hany Mukhtar verkürzte (53.). Das war es schon. Immerhin konnten die MOPO.DE-Leser das Spiel im Liveticker verfolgen. Warum aber diese Geheimniskrämerei? Ganz einfach: Der HSV wollte unbedingt nochmal testen, aber seinen Rasen im Stadion schonen …

Thorsten Fink beim Testspiel HSV - Hertha BSC Berlin
Thorsten Fink beim Testspiel HSV - Hertha BSC Berlin
Foto: WITTERS


Das Grün in der Imtech Arena wurde in dieser Saison schon drei Mal (!) ausgetauscht – ein Vorgang, der jedes Mal knapp 100.000 Euro kostet. Nach einer Beratung mit den Greenkeepern entschied sich der HSV gegen ein weiteres Testspiel im Stadion. Die Rasen-Experten des Vereins hätten sonst nicht dafür garantieren können, dass der Untergrund bis zum Nordderby gegen Werder (27. Januar) noch spielfähig wäre. Zumal in der Woche darauf schon das nächste Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ansteht.


Das Problem: Es gab keine Ausweichmöglichkeit. Alternative Spielstätten wie das Victoria-Stadion (Hoheluft) oder das Edmund-Plambeck-Stadion in Norderstedt verfügen nicht über die erforderliche Rasenheizung. So fassten die HSV-Verantwortlichen den Entschluss, die Partie geheim zu halten und dadurch einen Fanauflauf zu vermeiden. Klappte fast. Pech nur, dass die Berliner den Kick dann in einer Pressemitteilung ankündigten – zum Ärger der Hamburger, die eine Stunde vor Spielbeginn dann via Twitter nachzogen.

HSV-Stürmer Marcus Berg war im Test gegen Hertha BSC doppelt erfolgreich.
HSV-Stürmer Marcus Berg war im Test gegen Hertha BSC doppelt erfolgreich.
Foto: WITTERS


Die Zuschauer, die bei Eiseskälte schließlich den Weg an die Arena fanden, sahen 45 gute Hamburger Minuten – leider vom B-Team. Die A-Elf für den Rückrundenstart ließ Trainer Thorsten Fink erst nach dem Wechsel los. Und moserte: „Die erste Hälfte hat mir gefallen, die zweite nicht. Da war mir zu wenig Leidenschaft. Da erwarte ich viel mehr!“


Bitter für Jacopo Sala, dass er sich früh verletzte und mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel raus musste. Zumindest hat es kaum jemand gesehen. Ein schwacher Trost.

Eigentlich sollte Rafael van der Vaart gegen Hertha auch mitwirbeln und sich für Nürnberg warmlaufen – doch daraus wurde nichts. Der „Maestro“ musste auf den Test verzichten. Und nun wackelt auch sein Einsatz am Sonntag wieder.


„Das Risiko, dass sich Rafael erneut verletzt, wäre zu groß gewesen“, erklärte Trainer Thorsten Fink nach der Vormittagseinheit. Da war van der Vaart noch dabei. Und das wird er auch Sonntag sein! Fink bestätigte dies auf der Pressekonferenz am Donnerstag.


So spielte der HSV: Neuhaus – Sala (18. Diekmeier), Bruma (46. Mancienne), Rajkovic (46. Westermann), Lam (46. Jansen) – Rincón (46. Badelj), Kacar (46. Skjelbred), Ilicevic (46. Aogo), Nafiu (46. Arslan) – Berg (46. Rudnevs), Beister (46. Son)


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1. Bundesliga
Mannschaft Tore Punkte
1 Bayern München 98:18 91
2 Borussia Dortmund 81:42 66
3 Bayer Leverkusen 65:39 65
4 FC Schalke 04 58:50 55
5 SC Freiburg 45:40 51
6 Eintracht Frankfurt 49:46 51
7 Hamburger SV 42:53 48
8 B. Mönchengladbach 45:49 47
9 Hannover 96 60:62 45
10 1. FC Nürnberg 39:47 44
11 VfL Wolfsburg 47:52 43
12 VfB Stuttgart 37:55 43
13 1. FSV Mainz 05 42:44 42
14 Werder Bremen 50:66 34
15 FC Augsburg 33:51 33
16 1899 Hoffenheim 42:67 31
17 Fortuna Düsseldorf 39:57 30
18 SpVgg Greuther Fürth 26:60 21
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