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HSV kämpft um „Uns Özi“: Der FC Bayern jagt Seeler-Enkel Levin Öztunali (16)

Levin Öztunali (16), der Enkel von Uwe Seeler, spielt derzeit für die A-Junioren des HSV.
Levin Öztunali (16), der Enkel von Uwe Seeler, spielt derzeit für die A-Junioren des HSV.
Foto: Imago

Die Verantwortlichen sind sich einig: In Zukunft setzt der HSV auf Top-Talente aus den eigenen Reihen. Thorsten Fink ist ein Trainer, der nicht auf das Alter, sondern nur auf die Qualität eines Kickers schaut. Zwei „Juwele“ hat er besonders im Fokus: Levin Öztunali und Jonathan Tah (beide 16), die in dieser Saison in der A-Junioren-Bundesliga für die Hamburger am Ball sind.

So weit, so gut. Der Haken: Öztunali und Tah werden gerade heftig umworben. Europäische Topklubs locken sie mit Traum-Angeboten. Der FC Bayern um Sportdirektor Matthias Sammer (zuvor in dieser Funktion beim DFB) buhlt um Mittelfeldspieler Öztunali. Pikant daran: Er ist der Enkel von HSV-Idol Uwe Seeler! Und Verteidiger Tah, Kapitän der deutschen U17-Nationalmannschaft, liegen unter anderem Angebote von Manchester United und Arsenal London vor. 250000 Euro im Jahr könnte er auf der Insel verdienen.

„Uns Özi“ nach München? Nachwuchschef Bastian Reinhardt bestätigt in der MOPO: „Das Interesse ist uns bekannt. Wir nehmen es ernst, arbeiten aber daran, die Jungs in Hamburg zu halten. Wir trauen ihnen zu, den Sprung in den Profikader zu schaffen – und das recht zügig. In den Gesprächen machen wir ihnen deutlich, dass sie eine große Perspektive beim HSV haben.“ Bei Seeler-Enkel Öztunali ist Eile geboten, sein Vertrag läuft nämlich schon am Ende dieser Saison aus. „Das ist der ganz normale Wettbewerb, dem wir uns stellen müssen. Die Gespräche laufen, die Entscheidung ist noch offen. Ich hoffe aber, dass wir bald zu einem positiven Abschluss kommen“, erklärte Reinhardt.

HSV-Idol Uwe Seeler (l.) Arm in Arm mit Schwiegersohn Mete Öztunali, der seinem Filius Levin auch als Berater zur Seite steht.
HSV-Idol Uwe Seeler (l.) Arm in Arm mit Schwiegersohn Mete Öztunali, der seinem Filius Levin auch als Berater zur Seite steht.
Foto: Witters

Uwe Seeler, der seinerzeit immer nur für den HSV spielte, hält sich aus den Verhandlungen heraus. Er zeigt sich auch nicht auf den Sportplätzen: „Ich verstecke mich immer. Wenn Levin spielt, soll er nicht wissen, dass ich da bin. Nachher meint er noch, er müsste etwas Besonderes für den Opa machen“, sagte Seeler in einem Interview.

Ob der Junge das Zeug hat, in seine Fußstapfen zu treten, lässt der 76-Jährige offen. Der Druck sei ohnehin groß genug. „Man muss gucken, ob er durchhält. Weil er sein Abitur machen will, hat er jeden Tag Schule und Training. Manchmal ist er eine Woche nicht in der Schule und muss den Stoff nachholen. Das ist Stress.“ Aber: „Da muss er durch, wenn er Profi werden will.“

Seeler glaubt, dass Öztunali es schwerer hat als seine Teamkollegen. Denn: „Auch seine Gegenspieler wissen, dass er mein Enkel ist und deswegen kriegt er jetzt mehr ab. Aber ich sage zu ihm: Da musst du durch. Du musst dich wehren. Die Hauptsache ist, dass er Spaß hat. Er soll so spielen, wie er kann, und dann entscheidet sich irgendwann, ob er den Weg schafft oder nicht.“

Jonathan Tah (16) vom HSV ist Kapitän der deutschen U17-Nationalmannschaft.
Jonathan Tah (16) vom HSV ist Kapitän der deutschen U17-Nationalmannschaft.
Foto: Imago

Neben Öztunali will der HSV auch Tah halten, der bis 2014 gebunden ist. „Englische Klubs setzen nicht so sehr auf die Ausbildung, sie kaufen sich die besten Talente aus aller Welt zusammen. Da geht es um Summen, die ich aus meiner Jugendzeit nicht kenne. Es gibt im U17- und U19-Bereich kaum ein Bundesligaspiel, bei dem keine Scouts am Rand stehen“, sagte Reinhardt, der Öztunali und Tah den Weg in die Bundesliga aufzeigt: „Heung Min Son und Maxi Beister sind gute Beispiele dafür, dass wir unsere Strategie in die Tat umsetzen.“

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