Drei Punkte waren das Ziel, doch am Ende steht wieder nur die Null. Der HSV verliert mit 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Die fünfte Pleite im sechsten Spiel! Für Michael Oenning wird die Luft trotz aller Versprechungen langsam dünn.
"Wir werden das Spiel gewinnen", so der HSV-Trainer unter der Woche. Igor de Camargo belehrte ihn eines Besseren. In der 66. Minute erzielte der Gladbacher Stürmer den einzigen Treffer der Partie.
Der HSV begann das Spiel mit der Einstellung die Abwehr zu stabilisieren. Dies gelang zunächst auch. Gladbach kam in der ersten Halbzeit kaum zu Chancen, der HSV war leicht überlegen. Gefährlich wurden die Rothosen jedoch ebenfalls nicht. Tomás Rincón setzte einen Distanzschuss deutlich am Tor vorbei (21. Minute), ein Freistoß von Mladen Petric segelte in die Arme von Marc-André ter Stegen (34.).
Das war's in der ersten Halbzeit. Über die Außen kam wenig. David Jarolim war mehr in der Mitte, als auf der rechten Seite zu finden, die Flankenversuche vom schwachen Ex-Gladbacher Marcell Jansen fanden keinen Mitspieler im Strafraum.
Die zweiten 45 Minuten fingen stürmisch an - Gladbach gab Gas. Drobny musste erst gegen de Camargo retten (48.), dann war Slobodan Rajkovic gerade noch zur Stelle und entschärfte einen Arango-Schuss (49.).
In der 56. Minute wechselte Michael Oenning doppelt. Gökhan Töre und Heung Min Son kamen in die Partie, Per Skjebred und Marcell Jansen verließen das Feld - Und plötzlich ging es ab. Töre wirbelte auf der linken Seite, der HSV wirkte auf wacher als die Gladbacher. Eine Flanke von Töre landete auf dem Kopf von Robert Tesche. Daems gerade noch abgewehrt. Mit der Hand! Es gibt aber nur Ecke.
Der HSV schien endlich im Spiel. Doch in der 66. Minute schlug Gladbach plötzlich zu: Igor de Camargo stiegt nach einem Freistoß hoch, Heung Min Son ging nicht richtig hin, Slobodan Rajkovic kam nicht ran und der Ball zappelte im Netz. Der Rückschlag für den HSV. Danach ging nicht mehr viel. Gladbach war dem zweiten Treffer näher, als der HSV dem Ausgleich.
Der oft gescholtene Drobny verhinderte schlimmeres, als er erst gegen Reus (68.) und dann sensationell gegen Arango rettete (77.). Doch auch dies konnte den HSV nicht wieder aufbauen. Statt dessen verlor das Spiel der Rothosen endgültig an Struktur.
Einzig Töre scheint sich gegen die Niederlage zu stemmen - Doch das reicht nicht. Die Gäste gewinnen nach einer deutlich besseren zweiten Halbzeit verdient, auch wenn der HSV Pech hatte, dass der Elfmeterpfiff ausblieb. Der HSV ist nun endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Michael Oenning zeigte sich nach Schlusspfiff angeschlagen: "Wir haben ein ganz wichtiges Spiel verloren."
Es bleibt offen, wie es beim Tabellenletzten weitergehen wird. Die Trainerfrage ist nach dieser Partie nicht vom Tisch, auch wenn sich der vom Ergebnis enttäuschte Sportdirektor Frank Arnesen nach dem Spiel weiterhin für seinen Coach aussprach: "Michael Oenning wird am nächsten Freitag mit mir und der Mannschaft im Flieger und auch auf der Bank sitzen".
als wir anfingen Druck aufzubauen. Das ist natürlich katastrophal."
haben wir versucht das Spiel zu kontrollieren. Unser Plan war es in der zweiten Halbzeit mit Son und Töre nach vorne mehr Druck zu machen."
war klarer Elfmeter"
Wir haben die Niederlage selbst verschuldet und das ärgert mich ungemein."
wird immer klarer."
bringt uns nicht weiter"
Am Trikot, an der Stimme oder an der Frisur - es gibt unterschiedliche Merkmale an denen HSV-Fans ihre Lieblingsspieler erkennen können. Aber wie sieht es denn mit den Augen aus?
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 81 | ||
| 2 | Bayern München | 77:22 | 73 | ||
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 64 | ||
| 4 | B. Mönchengladbach | 49:24 | 60 | ||
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 54 | ||
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 53 | ||
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | 48 | ||
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | 44 | ||
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | 42 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | 42 | ||
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | 41 | ||
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | 40 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 47:51 | 39 | ||
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | 38 | ||
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | 36 | ||
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | 31 | ||
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | 30 | ||
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | 23 | ||
Ein Spiel, ein Sieg: Frank Arnesens Trainerkarriere beim HSV hätte nicht besser laufen können. MOPO.DE zeigte die Punkteausbeute aller 33 Bundesliga-Trainer des Vereins.
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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