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Heiko Westermann: Der Käpt'n kämpft für seinen Coach

„Coach, was geht?“ „Ich weiß es doch auch nicht, Heiko!“ Kapitän Westermann (l.) ist Veh-Fan, findet, dass eine Weiterverpflichtung des Trainers die notwendige Kontinuität im Klub herstellen würde.
„Coach, was geht?“ „Ich weiß es doch auch nicht, Heiko!“ Kapitän Westermann (l.) ist Veh-Fan, findet, dass eine Weiterverpflichtung des Trainers die notwendige Kontinuität im Klub herstellen würde.
 Foto: witters

Armin Veh hat sich festgelegt. „Ich mag nicht mehr“, ließ er die Bosse im Winter wissen. Sie überzeugten ihn, verabredeten Fristen. Erst mal schauen, wie man aus der Pause kommt. Der HSV ist gut in die Rückrunde gestartet. Armin Veh wirkte dennoch nur unwesentlich glücklicher. Motto: „Wer weiß denn schon, wie lange ich noch hier bin?“ Nur er selbst – oder doch nicht..?

Nach dem Prestige-Sieg gegen Bremen, der auf die Erdrutsch-Pleite gegen Pauli gefolgt war, ließ der Trainer durchblicken, dass er seine Entscheidung längst getroffen habe. Und überhaupt: Auf diese „Rumeierei“ habe er keine Lust mehr. „Irgendwann muss es ja mal raus“, bekräftigte er gestern und fügte an: „Es ist nicht so, dass es endgültig ist, dass ich sage: Ich bin nicht mehr da.“ Alles klar soweit. Oder doch nicht so recht?

Der Kampfgeist des 50-Jährigen bewegt sich offenbar in Amplituden: Von völlig down bis voller Feuer ist alles dabei. Der Sieg gegen Bremen hat ihm Kraft verliehen – eine Pleite in Kaiserslautern könnte womöglich wieder ein Energiesauger sein. Man wird sehen. Die nahe Zukunft – vor allem die emotionale Temperatur der handelnden Personen – liegt also in den Füßen der Mannschaft. Wie stabil die Konstellation ist, wird sich auf dem Betzenberg zeigen.

Heiko Westermann – als Kapitän Sprachrohr des Teams – hat jedenfalls eine klare Haltung zur Sachlage. Der Trainer sei der richtige Mann, findet der erfahrene Nationalspieler und stellt kämpferisch klar: „Ich denke, das passt zur Zeit. Wir haben im Moment Erfolg, brauchen Kontinuität. Herr Veh ist auf jeden Fall bis Juli hier. Wir müssen gemeinsam Gas geben und dann sehen, was herauskommt.“ Der Käpt'n haut sich für seinen Boss in die Bresche. Ob das hilft, wird sich zeigen – vielleicht schon am Sonnabend.

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Ein wichtiges Schrittchen in die Zukunft, hat es am Donnerstagmorgen jedenfalls gegeben. Der designierte Sportdirektor Frank Arnesen hat ein Telefonat mit Trainer Veh, dem wichtigsten Baustein im sportlichen Konzept, geführt. Den Austausch mit Vorgänger Reinhardt, den Vorständen und Aufsichtsräten hatte der Däne, der dabei auch schon einige Trainer-Wunschkandidaten präsentiert hatte, bereits in den letzten Wochen erledigt.

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