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Frankfurts Alex Meier: Hier spricht der HSV-Schreck

Frankfurts Alex Meier (l.) im Hinspiel gegen den HSV und Rafael van der Vaart. Die Eintracht siegte mit 3:2.
Frankfurts Alex Meier (l.) im Hinspiel gegen den HSV und Rafael van der Vaart. Die Eintracht siegte mit 3:2.
Foto: WITTERS

Der Typ hat es drauf! Frankfurts Alex Meier spielt die Saison seines Lebens, traf schon zwölf Mal. Am Sonnabend (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) kehrt der verlorene Sohn als Hamburger Schreckgespenst in den Volkspark zurück, wo er 2003/04 für den HSV spielte. Die MOPO sprach mit dem 30-Jährigen.


MOPO: Sie leben jetzt seit neun Jahren in Frankfurt, aber ein hessischer Akzent ist nicht auszumachen. Wie ist das zu schaffen?
Alex Meier: Ich bin in Hamburg groß geworden, da kann ich doch nicht Hessisch sprechen. Das geht doch nicht!

Wie groß ist Ihre Bindung in den Norden nach all den Jahren noch?
Sie ist noch da. Ich kann zwar nicht mehr so oft hochkommen, aber wenn, dann genieße ich es. Ich schlafe dann bei meinen Eltern in Buchholz – so wie früher.

Vorsicht, das ist jetzt eine Glaubensfrage: Buchholzer oder Hamburger, was sind Sie?
Ich bin zwar in Buchholz aufgewachsen, aber fußballerisch war ich ja fast nur in Hamburg unterwegs, beim HSV, St. Pauli oder auch MSV Hamburg. Ich sehe mich dann doch eher als waschechten Hamburger.

Und welchem Hamburger Klub haben Sie als Kind die Daumen gedrückt?
Keinem!


Wie, bitte?
Ich war als Kind immer Bayern-Fan. Das hat sich früh so entwickelt.

Von einem Hamburger Jungen erwartet man aber eine andere Antwort …
Dafür denke ich gern an meine Zeit in Hamburg zurück. Bei St. Pauli wurde ich Profi, beim HSV durfte ich Bundesliga-Luft schnuppern. Schöne Zeiten waren das. Auch, wenn ich nur noch Kontakt zu meinem früheren Jugendtrainer Michael Schröder habe.

2003 schnupperte Alex Meier beim HSV Bundesliga-Luft (hinten Bernardo Romeo), ehe er nach Frankfurt wechselte.
2003 schnupperte Alex Meier beim HSV Bundesliga-Luft (hinten Bernardo Romeo), ehe er nach Frankfurt wechselte.
Foto: Witters


Sonderlich erfolgreich war Ihre Zeit beim HSV nicht. Woran lag es, dass Sie den Durchbruch nicht schafften?
Zum einen war ich noch sehr jung. Dann habe ich mit einer Sprunggelenksverletzung ein halbes Jahr pausieren müssen und den Anschluss nicht mehr geschafft. Da kam es mir recht, dass ich 2004 die Möglichkeit hatte, nach Frankfurt in die Zweite Liga zu wechseln.


Sie sind noch immer da. War es die beste Entscheidung Ihres Lebens?
Zumindest eine sehr gute. Ich bin hier zum richtigen Profi geworden.

Doch in dieser Saison flutscht es so richtig – dabei sind Sie gerade 30 Jahre alt geworden. Haben Sie eine Erklärung für Ihre Konstanz?
Ich bin einfach kompletter geworden, habe einen robusteren Körper als früher. Und mittlerweile bin ich auch erfahren, muss mehr Verantwortung übernehmen. Das könnte eine Erklärung sein.

In Frankfurt sind Sie absoluter Publikumsliebling. Können Sie sich vorstellen, nie mehr zu wechseln?
Natürlich! Aber wir sprechen über das Fußballgeschäft. Wer weiß schon, was morgen passiert.

Im Sommer könnte einiges passieren. Sie sind ein Kandidat für die USA-Reise der deutschen Nationalmannschaft.
Nein, nein. Da fahren andere mit, aber nicht ich.


Warum nicht? Joachim Löw hat angekündigt, auf Spieler des FC Bayern und aus Dortmund zu verzichten. Zudem bereitet sich die U21 auf die EM vor.
Ist das so? Okay, natürlich wäre es ein Traum, für Deutschland zu spielen. Aber ich mag daran nicht so ganz glauben.


Glauben Sie denn an das Erreichen des Europapokals mit Frankfurt?
Auch nicht. Wir müssen erst mal den Klassenerhalt schaffen. Und am Sonnabend wartet ein ganz starker Gegner auf uns – der HSV ist richtig gut! Das wird ein schöner Gradmesser für uns.

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