Thorsten Fink hatte es angekündigt. In dieser Woche weht beim HSV ein anderer Wind. Druck soll die Mannschaft nach dem 1:5-Derby-Debakel in Hannover bekommen. Zum Auftakt holte der Coach gleich mal zur Einzelkritik vor versammelter Runde aus. Die richtige Wirkung hat er damit offenbar nicht verfehlt. Am Dienstag folgte eine Trainingseinheit, die man in dieser Form schon länger nicht mehr beim HSV gesehen hatte.
Knapp 100 Minuten ging es auf dem Platz zur Sache. In vier Teams traten van der Vaart & Co zum internen Turnier auf dem Kleinfeld gegeneinander an. Zwischendurch knallte es immer wieder richtig. Tolgay Arslan und Gojko Kacar gerieten aneinander, Rafael van der Vaart zog sich bei einem Zweikampf sogar eine Risswunde am Schienbein zu und musste auf die zweite Einheit am Nachmittag verzichten. Heute soll der Holländer wieder mitmischen. Nicht auszuschließen, dass es dann wieder knallt. Denn den Profis hat es offenbar gefallen.
„Das Training ist nach dem Hannover-Spiel für uns auch Frustbewältigung. Es gab viele Fouls und Zweikämpfe. So gehört sich das. Es war ordentlich Feuer drin. Das müssen wir nun ins nächste Spiel mitnehmen“, erklärte Heiko Westermann, der mit seiner Gruppe den internen Wettkampf gestern gewinnen konnte.
Für den Rest der Woche erwartet der Kapitän weitere harte Einheiten. Schon jetzt ist er überzeugt, dass sein Team dann am Sonnabend gegen Fürth die richtige Reaktion und Antwort auf dem Platz geben wird. „Ein 1:5 in Hannover ist hart. Wer jetzt nicht wach ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir müssen dieses schlechte Gefühl loswerden“, so Westermann.
Dass es dabei auf dem Platz dann auch mal härter und lauter wird, ist für ihn kein Problem. Genau wie die Einzelkritik des Trainers. „Es sicherlich nicht schlecht, dass manche Sache jeder mitbekommt. Solche Ansagen gehen dann an einem nicht einfach vorbei.“
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Bayern München | 98:18 | 91 | ||
| 2 | Borussia Dortmund | 81:42 | 66 | ||
| 3 | Bayer Leverkusen | 65:39 | 65 | ||
| 4 | FC Schalke 04 | 58:50 | 55 | ||
| 5 | SC Freiburg | 45:40 | 51 | ||
| 6 | Eintracht Frankfurt | 49:46 | 51 | ||
| 7 | Hamburger SV | 42:53 | 48 | ||
| 8 | B. Mönchengladbach | 45:49 | 47 | ||
| 9 | Hannover 96 | 60:62 | 45 | ||
| 10 | 1. FC Nürnberg | 39:47 | 44 | ||
| 11 | VfL Wolfsburg | 47:52 | 43 | ||
| 12 | VfB Stuttgart | 37:55 | 43 | ||
| 13 | 1. FSV Mainz 05 | 42:44 | 42 | ||
| 14 | Werder Bremen | 50:66 | 34 | ||
| 15 | FC Augsburg | 33:51 | 33 | ||
| 16 | 1899 Hoffenheim | 42:67 | 31 | ||
| 17 | Fortuna Düsseldorf | 39:57 | 30 | ||
| 18 | SpVgg Greuther Fürth | 26:60 | 21 | ||
Mladen Petric hat für den HSV bislang 31 Bundesliga-Tore erzielt. Das reicht noch nicht für die Top 20 aller Zeiten. Wer's geschafft hat, lesen Sie hier.
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