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Es geht um Kohle!: Dreckiges Spiel um das HSV-Supertalent Jonathan Tah

Um den Vertrag von Jonathan Tah (r.) gibt es derzeit kräftig Ärger.
Um den Vertrag von Jonathan Tah (r.) gibt es derzeit kräftig Ärger.
Foto: WITTERS

Der Kampf um die Kohle hat begonnen – und HSV-Profi Jonathan Tah steckt unfreiwillig mittendrin. Der Vertrag des 17-Jährigen wurde Hamburger Medien zugespielt. Jetzt meldet sich Vater Aquilas zu Wort. Er mimt den Beschützer, scheint aber das Gegenteil zu sein. Ein dreckiges Spiel um das Supertalent!

Die MOPO druckte am Dienstag Auszüge aus Tahs Kontrakt. Inklusive Details wie Gehalt oder Ausstiegsklausel (25 Millionen Euro). Nur wenige Stunden später meldete sich Papa Tah bei der MOPO. „Alles stimmt! Die Infos sind richtig. Unglaublich, dass diese Dinge herausgekommen sind“, erzürnte sich der 46-Jährige.

Schließlich hätten nur fünf Parteien das Dokument vorliegen: Der HSV, der Spieler, Mama Anja, Berater Akeem Adewunmi und eben der Vater, der anprangert, dass der Vertrag ungültig sei. „Ich hätte ihn nie mit unterschreiben dürfen. Das habe ich nur für den Jungen getan, ohne zu wissen, was das bedeutet“, erklärt Aquilas Tah und fügt hinzu: „Ich werde vor Gericht ziehen. Nach FIFA-Regeln ist der Vertrag ungültig, weil er über mehr als drei Jahre geht. Das ist bei einem Minderjährigen nicht erlaubt. Ich werde dafür sorgen, dass Adewunmi nichts mehr mit meinem Sohn zu tun hat.“

Aber warum? Der Papa spricht von einem Interessenkonflikt, da Adewunmi neben seiner Beratertätigkeit auch Spielervermittler für den HSV ist. „Er hat sich zu Hause bei uns vorgestellt, wollte Jona beraten. Da haben wir Ja gesagt. Aber jetzt habe ich mich erschrocken. Das geht so nicht. Der Vertrag ist nur im Interesse des HSV und des Beraters – und nicht im Interesse meines Sohns“, poltert der EDV-Berater, der in Frankreich lebt.

Beim HSV gab es am Dienstag ein Gespräch zwischen Sportchef Oliver Kreuzer und Adewunmi. Beide sind davon überzeugt, dass Aquilas Tah im Unrecht ist. „Der Vertrag ist rechtskräftig und liegt der DFL vor. Der bestehende Vertrag mit dem Spieler wurde nur um zwei Jahre verlängert“, stellte Kreuzer klar.

Doch was ist das Motiv des Vaters? Ist es die Kohle? Er gibt zu: „Ich habe seit August 2013 keinen Kontakt mehr zur Familie, nur noch zu Jona direkt. Seine Mutter will nichts mehr mit mir zu tun haben. Wir haben uns vor 14 Jahren scheiden lassen.“

Jetzt aber steht er plötzlich auf der Matte, rund eine Woche vor dem 18. Geburtstag seines Sohnes. „Ich will, dass er sich einen neuen Berater sucht und wir den Vertrag mit dem HSV neu verhandeln“, erklärt Aquilas Tah, der bestreitet, selbst die Informationen herausgegeben zu haben. Aber: Künftig will er sich um die Finanzen kümmern, die Adewunmi verwaltet: „Wer ist er? Ich bin sein Vater. Ich komme nach Hamburg, um das zu klären“, so Aquilas Tah, der für seinen Sohn eher Unruhestifter als Helfer ist. Familienzoff ist das Letzte, das der Junge gebrauchen kann. Die Situation ist schwierig genug.

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